Flüchtlingsunterkunft: Penny-Markt in Battenberg im Gespräch

Steht derzeit leer: Der ehemalige Penny-Markt in Battenberg. Archivfoto:  Wenzel

Battenberg. Wohnen bald Flüchtlinge im ehemaligen Penny-Markt in Battenberg? Das erscheint derzeit möglich und wäre den Battenbergern sicherlich auch lieber als eine Belegung der Sporthalle an der Schule.

Spätestens bei der Aussage des Sportkreis-Vorsitzenden Uwe Steuber, dass die Kreisspitze zur Unterbringung von Flüchtlingen „weitere Drei-Felder-Hallen in Betracht“ ziehe, läuteten in Battenberg die Alarmglocken. Ziehen nun Flüchtlinge in die gerade für über 2,2 Millionen Euro sanierte Großsporthalle in Battenberg ein?

„Ausschließen können wir gar nichts“, drückte sich Landrat Dr. Reinhard Kubat auf Anfrage der HNA vorsichtig aus. In „enger Abstimmung“ mit dem Battenberger Bürgermeister favorisiere er jedoch ein anderes Gebäude - das des früheren Penny-Marktes.

„Es entscheiden übergeordnete Behörden und der Eigentümer, ob der ehemalige Penny-Markt als Großunterkunft geeignet ist und verpachtet wird“, sagte Bürgermeister Christian Klein. „Es ist absoluter Konsens zwischen Landrat Dr. Kubat und mir, dass alle uns möglichen Anstrengungen gemacht werden müssen, um eine Belegung der neu sanierten Sporthalle durch Flüchtlinge zu vermeiden. Die Schüler, Vereine, Verbände und Bürger haben so lange auf die Großsporthalle verzichten müssen. Eine erneute Ausfallzeit wäre nicht vertretbar“, so Christian Klein.

Wenn Battenberg als Standort in Betracht gezogen werden müsse, dann sei der ehemalige Pennymarkt der Großsporthalle „unbedingt vorzuziehen“.

Genauso sieht das der Battenberger Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Günther Schneider. Es müsse alles versucht werden, um eine Belegung der neu sanierten Battenberger Großsporthalle mit Flüchtlingen zu verhindern, sagte Schneider. „Frankenberg hat mindestens drei solcher Hallen“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

Quelle: HNA

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