Neuer Pfarrer in Hatzfeld und Holzhausen

Pfarrstelle durch Zufall gefunden

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Die Kirche über Hatzfeld hat ab 1. Februar wieder einen Pfarrer: Dieter Olaf Muntanjohl kommt von der Lahn an die Eder.Archivfoto: Adel

Hatzfeld - Hatzfeld bekommt zum 1. Februar 2015 mit Dieter Olaf Muntanjohl einen neuen Pfarrer (FZ berichtete). Die Region kennt er seit Jahrzehnten, doch zur neuen Stelle kam er durch Zufall.

Vor einigen Monaten waren Dieter Olaf Muntanjohl und seine Frau auf dem Rückweg vom Urlaub. Zufällig kamen sie durchs Edertal, schauten sich Frankenberg an und genossen die Landschaft. „Es gefiel uns gut“, verrät er im Gespräch mit der Frankenberger Zeitung.

Daran, hier zu arbeiten, hatte er aber nicht gedacht - bis ihm kurze Zeit später die Stellenanzeige des Hatzfelder Kirchenvorstands ins Auge fiel. „Die Stellenbeschreibung war sehr ansprechend.“ In der Burgstadt war die Pfarrstelle seit Juni frei. Aktiv gesucht habe er eigentlich nicht, „wir haben ja hier in Limburg ein Haus gekauft“. In der Domstadt unterrichtet er momentan als Lehrer an einer Privatschule.

Muntanjohl bewarb sich im Edertal und bekam die Stelle. Unter anderem mit einer Probe-Predigt hatte der 58-Jährige die Hatzfelder überzeugt. „Da haben mir schon viele gratuliert, obwohl ich noch gar nicht gewählt war“, erinnert er sich.

Schon sein Vikariat hat ihn ins hessische Hinterland geführt, nämlich nach Bottenhorn. Er hatte in Marburg studiert und in Oberrosphe gelebt. Freundschaften blieben erhalten, so dass Dieter Olaf Muntanjohl den Kontakt in die Region hielt.

Vor allem Marburg blieb er verbunden. „Irgendwo schließt sich ein Kreis“, sagt der Seelsorger, der Hatzfeld als letzte berufliche Station sieht und dort die sieben Jahre bis zum Ruhestand Pfarrer bleiben möchte. „Das Pfarrhaus habe ich mir schon angeschaut“, sagt er über den schmucken Fachwerkbau mit Blick ins Edertal. Muntanjohl wird mit seiner Ehefrau das Pfarrhaus beziehen, die Kinder sind schon erwachsen.

Nach Jahren als Lehrer reizt ihn die Gemeindearbeit. „Als Pfarrer hat man sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch mit Erwachsenen zu tun“, sagt der 58-Jährige. „Das ist etwas anderes als an der Schule, und das macht es für mich reizvoll.“

Die bisherige Pfarrerin Gudrun Ungerer hatte die Gemeinde im Juni in Richtung Breidenstein verlassen, weil das dortige Pfarrhaus barrierefrei ist - sie hat einen behinderten Pflegesohn. (da)

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