Frauenchor Harmonie hatte zur Matinee in die Frankenberger Rathausschirn geladen

Pfiffig arrangierte Hits

Mit Freude bei der Sache: Sängerinnen des Frauenchores Intermezzo aus Willersdorf.

Frankenberg. Verabredet war es nicht, doch dann passten beide Veranstaltungen wunderbar zueinander: Viele Ausflügler besuchten erst das Herbststadtfest in der Fußgängerzone und genossen anschließend die „Chormatinee am Nachmittag“ in der Frankenberger Rathausschirn. Veranstaltet hatte diese bereits zum fünften Mal der Frauenchor Harmonie mit Chorleiter Karl-Heinz Wenzel.

Als musizierende Gäste beteiligten sich außerdem die Rose Valley Singers aus Rosenthal, der Frauenchor Intermezzo aus Willersdorf, die Chorgemeinschaft Reddighausen, der MGV Frankenberg-Schreufa und die Seniorenmusikgruppe des DRK-Kreisverbandes am Programm.

Geboten wurden vor allem volkstümliche Weisen, aber auch Spirituals, Wanderlieder, alte Schlager und schwungvolle Potpourris. Das Publikum, das sich an langen, herbstlich geschmückten Tischen an Kaffee und Torten, Leberkäsbrötchen und Frikadellen gütlich tat, hatte seine helle Freude an pfiffig arrangierten Hits wie dem von der „Schwäb’schen Eisenbahn“ oder der Mimi, die nie ohne Krimi ins Bett geht. Dazu kam die ausgezeichnete Akustik der Schirn, die das Klangvolumen jedes Chors schier verdoppelt.

„Können Sie noch weitersingen?“

Matthias Schneider

Großen Erfolg hatte die 20-köpfige Seniorenmusikgruppe des DRK, die zum ersten Mal mitmachte. Ihr Leiter Matthias Schneider ließ Texthefte verteilen und forderte alle Besucher zum Mitsingen auf – die Melodien übernahmen die Gitarren- und Akkordeonspieler der Gruppe.

„Können Sie noch weitersingen?“, fragte Schneider verschmitzt nach dem vierten Lied, wohl wissend, dass sich die Stimmen da gerade einmal warmgesungen hatten und der gemeinsame, teilweise sogar mehrstimmige Gesang, Schunkeln inklusive, allen großes Vergnügen bereitete. Soloeinlagen gab es mit Rainer Hofmann an der Mundharmonika, dem laut Schneider „einsamsten Instrument der Welt“, und mit einem flinken „Tanz für die Finger“, gespielt von Willi Hof am Akkordeon.

„Hoch auf dem gelben Wagen“ schallte es am Ende aus allen Kehlen, und natürlich wusste auf Anfrage jeder, dass es Ex-Bundespräsident Walter Scheel war, der dieses Lied besonders populär gemacht hatte.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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