Stadtallendorf entscheidet über Bürgermeister

Pierre Brandenstein geht in die Stichwahl

Will Bürgermeister in Stadtallendorf werden: Der Frankenberger Stadtverordnete Pierre Brandenstein. Foto: nh

Frankenberg/Stadtallendorf. Pierre Brandenstein, CDU-Stadtverordneter in Frankenberg, geht bei der Bürgermeisterwahl in Stadtallendorf in die Stichwahl am 2. Oktober. Im ersten Wahlgang erreichte keiner der Bewerber die erforderliche Mehrheit von mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Das beste Ergebnis holte der SPD-Kandidat Christian Somogyi mit 47,58 Prozent. Damit lag er 319 Stimmen vor seinem Mitbewerber Pierre Brandenstein (CDU), der 42,97 Prozent der Stimmen erreichte. Abgeschlagen landete Joachim Fuchs, der als parteiunabhängiger Kandidat angetreten war, auf dem dritten Platz. Er vereinigte lediglich 9,45 Prozent der Stimmen auf sich.

Das bedeutet, dass die Wähler in einer Stichwahl zwischen Christian Somogyi und Pierre Brandenstein entscheiden müssen.

14 441 Wahlberechtigte waren in Stadtallendorf zur Wahl eines neuen Bürgermeisters aufgefordert gewesen. Die Wahlbeteiligung lag mit 6969 Wählern und 48,08 Prozent weit unter dem Wert der Bürgermeisterwahl von 2005 (54 Prozent).

Amtsinhaber Manfred Vollmer (CDU) war nach 30-jähriger Amtszeit aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl angetreten. Er hatte im Jahr 2005 die nach dem ersten Wahlgang ebenfalls erforderliche Stichwahl mit 224 Stimmen Vorsprung vor Christian Somogyi gewonnen.

Rund 400 Interessierte verfolgten die Bekanntgabe der Wahlergebnisse durch Wahlleiter Freddy Greib. Der Blick auf die große Anzeigeleinwand rief bei den Parteimitgliedern und Freunden der CDU zum Teil betretene, bei den Genossen der SPD dagegen freudig erregte Gesichter hervor, als ein Zwischenergebnis kurzzeitig sogar über 50 Prozent Zustimmung für den SPD-Kandidaten aussagte.

Sein eigenes Wahlergebnis und auch das von Joachim Fuchs wertete Somogyi als Beweis für den Wählerwillen, einen Kandidaten aus Stadtallendorf als neuen Rathauschef haben zu wollen. Pierre Brandenstein nannte unter anderem die geringe Wahlbeteiligung als einen Grund für sein Wahlergebnis. Beide Kandidaten wollen in den kommenden 14 Tagen bis zur Stichwahl weiter wie bisher um jede Stimme kämpfen. (aws)

Quelle: HNA

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