Pilotprojekt in Hessen:

Allendorf und Bromskirchen vereinen Verwaltungen

Allendorf/Bromskirchen. Die Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen werden zum 1. Januar 2015 ihre kompletten Verwaltungsaufgaben in einer neu zu gründenden Verwaltungsgemeinschaft zusammenführen. Das ist bisher einzigartig in Hessen.

Für dieses Pilotprojekt hat das Land Hessen „eine namhafte Förderung“ zugesagt, die im sechstelligen Bereich liegen dürfte.

Wichtig: Die Verwaltungsgemeinschaft bedeutet keine Fusion; beide Gemeinden bleiben eigenständig, jede behält einen Bürgermeister und ihre politischen Gremien. Und, so betonte Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese: „Die Gründung der Verwaltungsgemeinschaft wird nicht dazu führen, dass auch nur ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verliert.“ Und für die Bürger werde es weiterhin in jeder Gemeinde eine Anlaufstelle der Verwaltung geben.

Der erste Schritt auf dem Weg zu diesem neuen Gemeindeverwaltungsverband ist getan: Am Mittwochabend haben die Haupt- und Finanzausschüsse von Allendorf und Bromskirchen einstimmig zugestimmt, die beiden Parlamente dürften in ihrer gemeinsamen Sitzung am 21. Mai diesem Beschluss folgen.

Hintergrund für diese Zusammenarbeit ist die Finanzlage: Wenn Verwaltungsaufgaben gemeinsam erledigt werden, wollen beide Kommunen zukünftig Geld sparen. In den Bereichen Gemeindekasse, Personalverwaltung und Standesamt arbeiten Allendorf und Bromskirchen bereits zusammen.

„Es kann nicht die Lösung sein, Steuern und Abgaben zu erhöhen und damit unsere Gemeinden weniger attraktiv zu machen. Deshalb gucken wir, wo wir auf der Aufwandsseite sparen können“, sagte Frese. „Wenn alles gut läuft, kann Bromskirchen 250.000 Euro im Jahr sparen, und in Allendorf wird es vergleichbar sein.“

Von Jörg Paulus 

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Quelle: HNA

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