Pilz tötet Eschen ab: Keine Rettung in Sicht

Waldeck-Frankenberg. Ein Großteil der Eschen im Landkreis stirbt ab. Das erklärten die Forstämter Vöhl und Frankenberg auf Nachfrage der HNA. Der Grund des sogenannten Eschentriebsterbens ist ein Pilz namens Hymenoscyphus pseudoalbidus. Er vermehrt sich über Sporen, diese werden vom Wind getragen.

Der Pilz setzt sich an den Eschen ab, dort richtet er innerhalb weniger Monate erheblichen Schaden an. „Wir haben lokal sehr massives Eschentriebsterben“, sagte Dr. Gero Hütte-von Essen. Der Leiter des Forstamtes Vöhl berichtet exemplarisch von einer mehrere Hektar großen Fläche Eschen auf dem Auenberg nahe Armsfeld. Dieser Bestand sei dem Tod geweiht, so der Förster.

Im Forstamt Frankenberg stellt das Linsphertal einen Krankheitsschwerpunkt dar. Allein entlang des dort verlaufenden, sechs Kilometer langen Radwegs müssen etwa 1000 Eschen gefällt werden. Das sagte Erich Wetzlar, Leiter der Revierförsterei Osterfeld. Wetzlar, obendrein Waldschutzbeauftragter, weiter: „Wir sind gegenüber dem Schädling hilflos.“

Denn weder Rückschnitt noch Fungizide, also Pilzbekämpfungsmittel, schlagen an.

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Quelle: HNA

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