Frankenberger Stadtverordnete beschließten Fortsetzung der Planung

Pläne für das Bahnhofsgelände begeistern

Was wird aus dem Bahnhofsgebäude? Kauft es die Stadt? Findet sie einen Investor? Auch diese Fragen sollen bis Ende August beantwortet sein. Dann legen die Planer eine Kostenschätzung vor, wie teuer eine Umgestaltung des Areals wäre. Foto: Heinrichs-Noll

Frankenberg - Trotz aller Unwägbarkeiten sind die Frankenberger Stadtverordneten von den Vorentwürfen der Umgestaltung des Bahnhofsgelände begeistert. Einstimmig bei einer Enthaltung votierten sie für die weitere Planung. Auch dabei springt der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) der Stadt finanziell zur Seite.

Der NVV hatte den Architekten-Wettbewerb finanziert (FZ berichtete) und erklärte sich auch bereit, die Kosten für die nächsten Planungsschritte vorzufinanzieren und nach Abschluss 50 Prozent zu übernehmen. Den Detailentwurf inklusive Kostenberechnung sollen das Ingenieurbüro Oppermann und die Planungsgemeinschaft Landschaft und Freiraum (PLF) in der August-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vorlegen.

Bis dahin erwartet Bürgermeister Rüdiger Heß auch weitere Klarheit zur Zukunft des eigentlichen Bahnhofsgebäudes. Er gehe davon aus, dass „die Entscheidung über einen Kauf innerhalb eines kurzen Zeitfensters fällt“. Konkrete Ideen liegen allerdings noch nicht vor. Er warb bei den Stadtverordneten und auch bei den Bürgern um Vorschläge. Anregungen zur Umgestaltung des Vorplatzes und zur Zukunft des Gebäudes erhofft er sich unter anderem von einer Bürgerversammlung, die er für Dienstag, 23. Juli, um 19.30 Uhr in der Ederberglandhalle anberaumt hat.

Heß dankte dem NVV für sein enormes Engagement, namentlich Anette Blumberg, die den Architekten-Wettbewerb begleitet und den Entwurf der Kasseler Ingenieure auch gemeinsam mit Stadtbauamtsleiter Karsten Dittmar ausgewählt hat. „Wir haben eine Verbündete beim NVV sitzen“. Die Planung von Oppermann und PLF bewertete sie am Donnerstagabend in der Ederberglandhalle als „sehr ausgereift“. Der Entwurf habe den NVV überzeugt.

„Ich sehe mehr Chancen als Risiken“, sagte Heiko Scholz von den Liberalen in der Aussprache. „Es gebietet schon unser Bürgerstolz, allen Anreisenden ein positives Bild der Stadt zu bieten.“ Er empfahl, in den nächsten Wochen der Planung unternehmerisches Denken an den Tag zu legen. Nicht ob, sondern wie die Schwierigkeiten zu meistern seien, sei die Aufgabe. „Die Entwürfe machen deutlich, was möglich ist“, sagte Uwe Patzer von den Grünen. „Aber was wollen wir uns leisten?“. Die aktuellen Visionen wertete Pierre Brandenstein von der CDU als gutes Signal für Frankenberg. „Es wäre aber auch positiv, ein Signal zur Nutzung des Gebäudes zu erhalten.“ Auch Hendrik Sommer von der SPD wertet eine gedankliche Verbindung von Umfeld- und Gebäudegestaltung als elementar. „Wir würden uns der Lächerlichkeit preisgeben, wenn wir die Fläche umgestalten und das Gebäude in einem so erbärmlichen Zustand bleibt.“

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagausgabe der Frankenberger Zeitung.

Kommentare