Vitos Haina plant Auslagerung an den Goßberg

Pläne für Psychiatrie-Neubau in Frankenberg werden konkreter

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Frankenberg/Haina - Die Pläne von Vitos Haina für einen Umzug seiner Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie nach Frankenberg werden konkreter. Die Geschäftsführung hat jetzt ein detailliertes Planungs- und Finanzkonzept vorgelegt. Es bestätigt, dass die Standortverlagerung wirtschaftlich sinnvoll und finanziell tragbar ist.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, der Alleineigentümer ist, könnte Vitos Haina im Sommer dieses Jahres mit der baulichen Feinplanung beginnen. Für den Umzug der Allgemeinpsychiatrie von Haina nach Frankenberg gibt es verscheidene Gründe: - Die Klinik liegt derzeit am Rand ihres Versorgungsgebiets Landkreis Waldeck-Frankenberg, die Verkehrsanbindung ist ungünstig. - In Frankenberg entsprächen die ergänzenden Versorgungsstrukturen stärker dem Grundsatz der Gemeindenähe. - Mit der Anbindung an ein Allgemeinkrankenhaus kann die Gleichstellung psychisch und körperlich erkrankter Menschen besser gelingen.- Der Neubau ermöglicht optimale Behandlungsabläufe.

„Kurze Wege sind ein wichtiger Beitrag zur Inklusion. Gemeindenahe Angebote ermöglichen psychisch kranken Menschen ein hohes Maß an Normalität im Alltag, die sie gleichzeitig stabilisiert“, betont Uwe Brückmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Vitos GmbH. „Ich begrüße deshalb das Planungs- und Finanzkonzept. Es bietet eine gute Grundlage für die weiteren Entscheidungen beim LWV.“

„Wir haben mit dem Kreiskrankenhaus Frankenberg verschiedene grundsätzliche Kooperationsmodelle erörtert“, sagt Reinhard Belling, der Geschäftsführer der Vitos GmbH – der Holding, zu der auch Vitos Haina gehört. „In einer tiefer gehenderen Zusammenarbeit sehen wir Vorteile für beide Seiten.“ Verhandlungen hätten bislang aber noch nicht stattgefunden, betont Belling.Ralf Schulz, Geschäftsführer von Vitos Haina, ergänzt: „Auf Geschäftsführerebene gab es Gespräche, in denen mögliche Kooperationen erörtert wurden. Zurzeit prüfen wir Konzepte zur Zusammenarbeit bei Verwaltungsleistungen, wie beispielsweise der Personalabrechnung oder Küchen“.

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