Die Niederländer Berndsen und Hendriks fordern Umgestaltung des Feriendorfs

Umgestaltung Feriendorf Frankenau: Plan zur Schönheitskur

Wollen mit ihrer Bestandsaufnahme eine neue Entwicklung im Feriendorf Frankenau anstoßen: Wander Hendriks (links) und Gerard Berndsen. Foto: Daum

Frankenau. Er lässt kein gutes Haar am Aussehen des Feriendorf Frankenau: Der Niederländer Wander Hendriks, der selbst Besitzer eines Hauses auf dem Gelände ist und gerne seine Freizeit am Fuße des Kellerwaldes verbringt, hat einen Qualitätsplan entwickelt. In diesem Katalog legt er dar, wie das ganze Areal aus seiner Sicht optisch verbessert werden kann.

Den Auftrag für die Erstellung des Papiers hatte er von seinem Freund Gerard Berndsen erhalten, dem unter anderem das Beachvolleyolleyballfeld, die Grillhütte und die Tennisanlage auf dem Areal gehören. Gemeinsam wollen die beiden erreichen, dass sich endlich etwas bewegt in Frankenau – dass es mit dem Feriendorf auch in Zukunft weitergeht und es nicht völlig verkomme.

Wir-Gefühl stärken

„Das Feriendorf hat viel Potenzial. Wir wollen gemeinsam mit dem Betreiber, den Hauseigentümern, der Stadt Frankenau und auch mit heimischen Firmen eine neue Entwicklung einleiten, damit dieses Urlaubsparadies wieder attraktiv wird“, sagt Berndsen. „Deshalb wurde der Qualitätsplan entwickelt, um Denkanstöße zu geben. Letztlich ist es wichtig, dass sich alle gemeinsam für einen Fortbestand des Feriendorfs einsetzen.“

Im Plan kritisiert Wander Hendriks unter anderem, dass sich der Teich, der direkt am Eingang des Parks liegt, in einen schlammigen Brutplatz für Insekten verwandelt habe. Die Sicht von der Straße und dem Hauptgebäude auf den Teich werde von Wildkraut blockiert. Auch der Bach sei durch das Kraut unsichtbar geworden. Der Überschuss an Grün verursache nicht nur einen schmutzigen Bach, es sorge auch für eine Abgrenzung zwischen Eingang und Spielgelände. Darüber hinaus habe sich die Qualität der Minigolfplätze stark verschlechtert, sie sollten erneuert werden. Bei den Tennisplätzen sehe es dagegen nicht so schlecht aus. Allerdings sei auch hier eine Instandhaltung überfällig. Als kritisch stuft Hendriks auch den Zustand der Pfade ein, die aus seiner Sicht stark mit Unkraut und Moos übersäht sind. Und was die Ränder des Feriendorfs betrifft, findet er, dass diese stellenweise völlig verwuchert seien.

Sein Apell an den Betreiber und an mögliche andere Akteure, die das Feriendorf zukunftsfähig machen wollen, ist: Alle Gebiete, die derzeit als getrennt betrachtet werden, müssten sich zu einem Gesamtbild vereinen. Alles soll deutlich kompakter werden, damit es besser gepflegt werden könne.

Liegen statt Volleyballplatz

Es müsse zudem eine Sichtlinie vom Teichufer zum Parkeingang geschaffen werden. Eine Strand-Liegewiese wäre hier eine sinnvollere Raumbelegung als der vorhandene Volleyballplatz. Am Ausgang des Tennisplatzes könnte der Boden gepflastert werden, und ein Bereich mit Bänken und Tischtennisplatten könnte sich anschließen.

Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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