Frankenberg

Plan für stationäres Hospiz wird konkreter

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- Frankenberg (gl). Trost spenden, Hoffnung geben, Angehörige unterstützen – die Ehrenamtlichen Begleiter des „Ambulanten Hospiz Frankenberg“ leisten viel. Das soll auch so bleiben, sollte es ein stationäres Hospiz 
geben.

Was bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Ambulantes Hospiz Frankenberg“ bereits anklang, nimmt konkrete Formen an: Laut Friedhelm Pfuhl, Fachbereichsleiter Schulen und Liegenschaften des Landkreises, habe sich Landrat Reinhard Kubat mit den Vorsitzenden aller Hospizvereine des Kreises in Korbach getroffen, um die Thematik eines stationären Hospizes zu erörtern.

„Es herrscht die einhellige Meinung, dass die Einrichtung eines stationären Hospiz sinnvoll und notwendig ist“, sagt Pfuhl. Derzeit würden die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb erhoben, sagt Pfuhl. Noch im August sollen in Frankfurt, wo Richtlinien und Kriterien für den Betrieb von stationären Hospizen entwickelt werden, bauliche und demographische Bedingungen erörtert werden – in Abstimmung mit den Hospizvereinen im Landkreis.

„Wir denken an etwa acht bis zwölf Plätze“, sagt Pfuhl über die Größe eines möglichen stationären Hospizes. Dies bedeute eine Betriebsfläche von etwa 400 Quadratmetern. „Wir sind hier schon ein Fleck auf der Landkarte“, sagt der Fachdienstleiter. Die nächsten Hospize stehen in Marburg und in Kassel.

Die Plätze im Kreis sollen aber nicht nur Waldeck-Frankenbergern offenstehen, auch das nahe Sauerland sei mit stationären Hospizen unterversorgt. Über einen möglichen Standort kann Pfuhl noch nichts sagen. „Es bietet sich aber ein Standort nahe einer Einrichtung wie einem Krankenhaus an“, sagt er. Bürgermeister

Christian Engelhardt sieht wegen des aktiven Frankenberger Vereins und des Förderkreises Frankenberg als idealen Standort. Von der Errichtung eines stationären Hospizes sollen in keinem Fall die Hospizvereine betroffen sein. „Sie bleiben bestehen“, sagt Pfuhl.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 13. August.

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