Arbeiten an der Bundesstraße 253

Plan: Vollsperrung in den Herbstferien

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Hatzfeld - Die kurvenreiche Straße zwischen Eifa und der Sackpfeife soll begradigt werden. Plan von Hessen-Mobil ist, schon in den Herbstferien mit den Arbeiten zu beginnen. Ob das klappt, hängt allerdings von der Baufirma ab, die den Auftrag übernimmt.

Der genaue Baubeginn sei noch offen, sagte Willi Kunze von Hessen-Mobil in Marburg auf FZ-Anfrage. Ziel sei aber, in den Herbstferien die Bundesstraße 253 im Bereich der Sackpfeife zu sperren. Das sei notwendig, weil der Hang im Bereich einer geplanten Brücke abgestützt werden müsste. Wegen der Brut- und Setzzeit der Tiere kann damit erst im Herbst begonnen werden. Eine Einschränkung gibt es allerdings: „Das ist von uns angedacht und hängt letztlich von der Baufirma ab.“ Die für die Arbeiten notwendigen Rodungen haben Arbeiter bereits im Frühjahr beendet.

Die weiteren Arbeiten sollen über den Winter weitgehend ohne Vollsperrung erfolgen - allerdings sind die Planungen dafür noch nicht abgeschlossen. Bei der Brücke über das Quellgebiet des Engelbachs, die zuerst gebaut wird, handelt es sich laut Kunze um das aufwendigste Bauwerk der Straße. Die Spannweite beträgt 50 Meter, die Höhe rund 15 Meter. Die Herbstferien seien für die Vollsperrung ausgewählt worden, „weil wir das dann am ehesten verantworten können. Dann haben wir weniger Verkehr“, sagte Willi Kunze.

Fahrzeuge sollen weiträumig über die Bundesstraßen 62 und 252 durchs Lahntal umgeleitet werden. Die Firmen in der Region seien „vom Grundsatz her“ bereits über die geplante Sperrung informiert.

Parallel zu den Bauarbeiten werde geplant, wie der Rest der Arbeiten an der B 253 fortgeführt wird, „mit möglichst wenigen Beeinträchtigungen für den Verkehr“. Baubeginn für den Streckenbau und die beiden kleineren Brückenbauwerke über den Kesselbach ist Mitte 2013, die komplette Fertigstellung ist für Herbst 2015 geplant.

Probleme im Winter

Insgesamt soll auf einer Länge von 2,7 Kilometern vom Abzweig zum Freizeitzentrum in Richtung Eifa gebaut werden. Ein zusätzlicher Fahrstreifen bergauf soll den Verkehr entlasten. Insgesamt sind Kosten in Höhe von 9,8 Millionen Euro veranschlagt.

Bereits Mitte der 90er-Jahre war die Bundesstraße 253 von Ludwigshütte bis zum höchsten Punkt der Sackpfeife, dreispurig - zwei Fahrstreifen bergauf, einer bergab - ausgebaut worden. Weiter gen Norden steht jeder Richtung bisher nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, was in dem bergigen und kurvigen Gelände bis zur Kreisgrenze immer wieder zu Problemen führt. Insbesondere der Schwerverkehr kommt in den Steigungen öfter zum Erliegen. Häufiger sind deshalb im Winter Vollsperrungen notwendig.

Das bislang unfallträchtige Nadelöhr passieren täglich etwa 4400 Fahrzeuge, jedes zehnte davon ist nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums ein Lastwagen.

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