Platz zwei für Frankenberger Kurzfilm

Haben den Kurzfilm „Segen des Schicksals“ produziert: (von links) Jan Pultin (Kirchhain) sowie die beiden Frankenberger Pascal Müller und Rudolf Zeiss. Foto: Hoffmeister

Der Kurzfilm "Segen des Schicksals" von drei junge Männer aus Frankenberg und Kirchhain ist bei einem Wettbewerb des Hessischen Rundfunks zum Thema Ausbildung prämiert worden.

Pascal Müller (19), Jan Pultin (18) und Rudolf Zeiss (17) schafften es mit ihrem professionellen Beitrag unter 70 Teilnehmern in die Endrunde und erhielten am Ende den zweiten Preis für die schauspielerische Leistung.

Hauptperson des Films ist Tom, gespielt von Pascal Müller. Er hat gute Noten in der Schule, strebt eine Ausbildung an und möchte seinen Vater stolz machen. Sein Vater vererbt ihm dafür eine wertvolle Uhr, die schon der Großvater getragen hatte. Dann der Schicksalsschlag: der Vater stirbt bei einem Verkehrsunfall. Tom sucht Trost bei einem Freund, der ihm Drogen anbietet. Als Toms Mutter die Drogen findet, wirft sie ihren Sohn aus dem Haus.

Obdachlos in Frankfurt

Obdachlos und ohne Geld, landet Tom in Frankfurt, schlägt sich bettelnd durch und sieht irgendwann die Ausschreibung einer Ausbildungsstelle im Finanzwesen. Er bereitet sich auf den Einstellungstest vor, kommt zu diesem Test zwar noch zu spät, schneidet jedoch als einer der Besten ab und erhält die Ausbildungsstelle. Er macht Karriere und fährt zehn Jahre später sogar einen Ferrari.

„Wir haben nicht einfach drauflos gedreht“, sagt Pascal Müller. Man habe sich vielmehr zusammen gesetzt, jeder habe geschrieben. Dabei seien dann nahezu identische Stories herausgekommen.

Großes Team

Die Dreharbeiten seien schon sehr aufwändig gewesen, erzählt Kameramann Jan Pultin, der auch für die „post production“, also die Nachbearbeitung (Schnitt), verantwortlich war. Die unterlegte Musik hatte Pascal Müller selbst geschrieben. „Wir hatten ein großes Team am Start“, berichtet Rudolf Zeiss. Etwa 20 Personen, überwiegend Freunde, wirkten mit.

Besonders dankbar sind Pultin, Zeiss und Müller den beiden Frankenberger Firmen Neuschäfer-Elektronik und Finger-Haus. In einem Finger-Musterhaus wurden häusliche Szenen gedreht, für die Schlussszene stellte Wilfried Neuschäfer neben Firmenräumen sogar einen teuren Sportwagen zur Verfügung. „Fahren durfen wir den allerdings nicht“, lacht Pascal Müller.

Die drei jungen Männer besuchen die Adolf-Reichwein-Schule in Marburg und absolvieren dort eine Ausbildung zum Gestaltungs- und Medientechnischen Assistenten.

Angetan hat sich der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß am Mittwoch über den Kurzfilm geäußert.

Öffentliche Vorführung

„Man muss immer an die Menschen glauben“, sagte Heß. Der Film zeige, dass man „auch nach einem Schicksalsschlag wieder aufstehen und es zu etwas bringen kann“. Rüdiger Heß sicherte zu, dass er eine öffentliche Vorführung des Kurzfilms ermöglichen werde - vermutlich im Frankenberger Jugendhaus.

Quelle: HNA

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