Poetry Slam in Frankenberg – Kreative Vorträge in lockerer Atmosphäre

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Sie zeigten vor Publikum Bestleistungen beim Dichter-Schlagabtausch: Die Teilnehmer des vierten Poetry Slams in Frankenberg mit Moderator Christopher Ostrowski (rechts).

Frankenberg. Sie begeisterten ihr Publikum sowohl mit nachdenklichen und mit provokanten Texten. Einige Passagen in den Beiträgen wurden träumerisch, andere aufrufend präsentiert.

Am vergangenen Mittwoch zeigten viele junge Texter im Frankenberger Struwwelpeter, was sie beim Poetry Slam so alles drauf haben.

Vorteil dieses Dichter-Schlagabtausches ist - zumindest für die, die nicht gerne auswendig lernen - dass die Texte direkt vom Blatt abgelesen dargeboten werden. Doch wer bei so etwas an langweiliges Vorlesen denkt, war am falschen Platz. Ganz zur Stimmung ihrer Texte wurden diese von den Teilnehmern auch lebhaft, betont und ruhig präsentiert. Applaus war nach jedem Vortrag garantiert.

Den besten Tag erwischte Manuel Cronau, er gewann den vierten Frankenberger Poetry Slam. Er setzte sich in der finalen Runde gegen seine Mitstreiter Eldin Mehic und Patrick Radtke durch. Insgesamt elf Teilnehmer hatten sich der Wertung der Jury gestellt.

Manuel Cronau hatte die Veranstaltung mit Faissal Sharif organisiert. Auch Sharif trug im Verlauf des Abends einen eigenen Text vor. Die Moderation übernahm Christopher Ostrowski, der als „Probedurchgang“ für die Jury ebenfalls einen Text mitgebracht hatte. Im Vorfeld bestand für jeden Interessierten die Möglichkeit, sich bei den Veranstaltern anzumelden. Auch Kurzentschlossene waren eingeladen.

Vor dem eigentlichen Start des Slams wurden die Teilnehmer ausgelost und in drei Gruppen eingeteilt. Ebenso wurden fünf kleinere Gruppen aus dem Publikum als Jury ausgewählt, die per Zahlentafeln über die einzelnen Vorträge entscheiden sollten. In der Regel hatten die einzelnen Kandidaten sechs Minuten Redezeit, in der sie ihren selbstverfassten Text vortrugen. Weder der Kreativität, noch den Themen waren dabei Grenzen gesetzt.

Aufgabe der Jury war es, Punkte zu vergeben, die gesammelt wurden, um aus den drei Gruppen die drei Finalisten zu ermitteln.

Der Poetry Slam ist ein Ergebnis der entsprechenden Arbeitsgruppe der Edertalschule. Diese veranstaltete kürzlich selbst eine solche Veranstaltung. Aus Lust am Schreiben und Vortragen haben einige Schüler selbst einen Poetry Slam ins Leben gerufen. „Im Gegensatz zur Schulveranstaltung kann hier jeder mitmachen“, erklärte Manuel Cronau. „Wir wollen eine lockere Atmosphäre schaffen, in der die Texte vorgetragen werden können“. Das ist den jungen Schreibern auch bei ihrer vierten Veranstaltung gelungen.

Quelle: HNA

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