Gemünden

Politik bei Schnitzel und Frikadellen

+

- Gemünden (gl). Die Christdemokraten starten mit politischer Prominenz und ihrer Spitzenkandidatin Marlene Wagner in den Wahlkampf.

„Wir haben es geschafft, endlich mal eine Frau zur Spitzenkandidatin zu machen – die SPD hat uns das schon ein paar Jahre voraus.“ Armin Körbs, Vorsitzender der Gemündener CDU, stellte den etwa 80 Gästen beim politischen Schlachteessen der CDU im Bürgerhaus die Spitzenkandidatin Marlene Wagner vor. Freilich dürfte die Stadträtin den meisten Mitgliedern bereits bekannt sein – dementsprechend begeistert wurde sie begrüßt.

„Die finanzielle Situation ist schwierig, für alle hessischen Kommunen“, beschrieb Wagner das Hauptproblem auch der Gemündener Politik für die nächste Legislaturperiode. Ein weiteres Problem sei der demografische Wandel: „Auch Gemünden wird älter“. Deshalb gelte es, die Stadt in den nächsten Jahren familienfreundlich zu gestalten – als Investition in die Zukunft. Dazu gehöre nicht nur eine kinder-, sondern auch eine seniorengerechte Infrastruktur und eine gezielte Förderung von Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe.

Gastredner des Abends war Mark Weinmeister, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Er sprach dem Ortsverband seinen Respekt aus, dass er es geschafft habe, für die Kommunalwahl mehr Personen auf die Liste zu bekommen, als Plätze zu vergeben seien: „Solche Luxusprobleme wünsche ich mir im Schwalm-Eder-Kreis auch“, sagte er augenzwinkernd. Unter dem Titel „Energie für Hessen“ warb Weinmeister intensiv für die Nutzung erneuerbarer Energien – nicht, ohne zuvor für die Schuldenbremse zu werben, über deren Verankerung in die hessische Verfassung ebenfalls am 27. März abgestimmt wird.

Für eine Überraschung, die vom Publikum mit viel Applaus bedacht wurde, sorgte Christian Adel: Der Student kündigte an, dass noch in diesem Monat ein „Junge Union“-Ortsverband (JU) gegründet werden soll. Die JU Gemünden hatte sich vor mehr als zehn Jahren mangels Mitgliedern aufgelöst.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 15. Februar

Kommentare