Rosenthal

Politik: Sechs Landstraßen ausbauen

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- Rosenthal (sg). Die Rosenthaler Christ- und Freidemokraten fordern zügigen Ausbau der Landesstraßen. Sechs stehen auf der Wunschliste der Rosenthaler Kommunalpolitiker. Sie besprachen mit der Landespolitikerin Claudia Ravensburg (CDU) den aktuellen Planungsstand.

Auf dem Weg von Frankenberg nach Marburg rollen viele Lastwagen nicht mehr über die chronisch verstopfte Bundesstraße 252 gen Süden, immer mehr nutzen die Landesstraße 3076 von Frankenberg nach Rosenthal und weiter zur Bundesstraße 3 bei Bracht. Das geht nicht nur schneller, es ist auch etwas kürzer. „Der Lkw-Verkehr auf der Straße hat stark zugenommen“, stellt der Rosenthaler Stadtälteste Lothar Morhardt fest. Nur: diese Verbindung ist in einem miserablen Zustand, die Fahrbahn ist schmal, Lkw kommen kaum aneinander vorbei. Schon seit Jahren fordern Kommunalpolitiker der Burgwaldstadt den Ausbau der Gesamtstrecke. In diesem Jahr beginne der Ausbau der Landesstraße von Frankenberg nach Rosenthal, hatte die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg am Mittwoch verkündet. Doch das ist für die Rosenthaler nur ein erster Schritt, auch andere Straßen seien marode.

Die 6,7 Kilometer lange Strecke der Landesstraße 3076 vom Abzweig nach Willersdorf durch den Wald bis Rosenthal soll mit Geldern aus dem Konjunkturprogramm dieses und nächstes Jahr ausgebaut werden. Gesamtkosten: rund 2,6 Millionen Euro. Durch die Stadt führt die Landesstraße 3076 weiter nach Bracht. Sie muss auf Waldeck-Frankenberger Seite bis zur Kreisgrenze dringend ausgebaut werden. Frostschäden hätten den ohnehin üblen Zustand der Straße noch verschlechtert, stellten die Rosenthaler fest.

Bürgermeister Hans Waßmuth präsentierte mit dem Bad Arolser Amt für Straßen- und Verkehrswesen besprochene Planungen für eine etwas abgewandelte Trasse durchs „Tiefe Tal“, nach denen die jetzigen Serpentinen begradigt würden, Ravensburg sprach von einer „vernünftigen Linienführung“.Da ein Feldweg und ein städtischer Acker genutzt werden, gebe es keine Probleme mit dem Grundstückserwerb, berichtete Waßmuth. Auch von Naturschützern seien wohl keine Einwände zu erwarten. Der Fachdienst Landwirtschaft der Kreisverwaltung rate lediglich zu einem Neuzuschnitt der angrenzenden Äcker und Wiesen, um sie sinnvoll zu nutzen.

Der FDP-Kreistagsabgeordnete Herbert Lay berichtete von einem Gespräch im vorigen August im Wiesbadener Verkehrsministerium, das sein Parteifreund Dieter Posch führt. Danach sei der Straßenausbau mit „herausragender Dringlichkeit“ eingestuft, die 1,8 Kilometer lange Strecke sei im Landesstraßenbauprogramm für 2013 vorgesehen. Kosten: rund 1,3 Millionen Euro. Nächstes Jahr solle das Baurecht hergestellt werden. „Dieses Jahr wird noch weitergeplant“, erklärte Waßmuth. „Wir sind im Zeitplan“, versicherte auch Ravensburg. Verbessert werden müsse auch das Teilstück von Bracht zur Bundesstraße 3, sagte Lay. Viele nutzten die Kreisstraße. Der Kreis Marburg-Biedenkopf habe deren Ausbau aber abgelehnt, weil er nicht erforderlich sei: Auf der Straße seien nur 1600 Fahrzeuge täglich gezählt worden. Das finden die Rosenthaler seltsam, denn bei ihnen seien es auf der Landesstraße nach Bracht mehr als 4000 am Tag. Verschwänden die irgendwo im Burgwald? Lay regte an, die Kreisstraße zur Landesstraße hochzustufen und auf 5,50 Meter Breite auszubauen.

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