Projekt B 508 soll angemeldet werden

Politik und Wirtschaft fordern neue Fernstraße Erndtebrück-Frankenberg

+
Gemeinsame Sache: Landrat Kubat, die Bürgermeister aus dem Frankenberger Land und Vertreter der heimischen Wirtschaft haben gestern im Hotel Sonne in Frankenberg ihren Vorstoß für den Ausbau der Ost-West-Verbindung Erndtebrück-Frankenberg vorgestellt.

Waldeck-Frankenberg . Bürgermeister aus Waldeck-Frankenberg und Vertreter der Wirtschaft setzen sich erneut für den Ausbau der Verkehrsachse Ost-West zwischen Kreuztal und Hattenbach ein.

Nachdem das Land Hessen die Planung für den Lückenschluss der A4 als mehrspurige Bundesfernstraße vor drei Jahren gestoppt hatte, fordert die Initiative nun erneut den Ausbau des Verkehrsweges mit dem Bau von Ortsumgehungen zwischen Erndtebrück und Frankenberg.

Das neue Projekt mit dem Namen B 508 soll nun für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2015 angemeldet werden.

„Nachdem das A4-Projekt beendet wurde, hat sich auf nordrhein-westfälischer Seite schon was getan“, berichtete Klaus Gantner, der Vorsitzende des Arbeitskreises der Wirtschaft für Kommunalfragen (AFK), gestern bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern, Bürgermeistern und Landrat Dr. Reinhard Kubat.

Zwischen Kreuztal und Erndtebrück ist der Ausbau mit Ortsumgehungen bereits geplant. „Wenn wir darauf nicht reagieren, hört diese Initiative an der Landesgrenze auf. Wir wollen diese Route bis Frankenberg weiterführen“, sagte Gantner.

Von der Landesgrenze bei Hatzfeld bis nach Frankenberg seien zwei Trassen denkbar: eine erste für 620 Millionen Euro und eine bevorzugte Variante 2, die 287 Millionen Euro kosten soll. „Das ist eine Zahl, die trotz aller Finanzknappheit nicht unbedingt erschreckt“, meinte Gantner.

Neben dem Ausbau dieser Ost-West-Achse setzen sich die Kommunen und Unternehmen aus dem Landkreis auch dafür ein, dass die Ortsumgehungen auf der B 252 für Ernsthausen, Bottendorf, Berndorf und Twiste in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. „Die Nord-Süd-Achse ist der wichtigste Entwicklungsstrang für den Landkreis“, sagte Landrat Kubat.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA in Waldeck und Frankenberg.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

Kommentare