Polka mit 39 Paaren: Trachtengruppe Laisa gewinnt Tanz-Wette

Vor dem Heimatmuseum in Laisa: 78 Volkstänzer, die meisten in Tracht, haben bei der Wette mitgemacht, nach der Bürgermeister Christian Klein nun bei einer Veranstaltung in Laisa Würstchen braten und verkaufen muss. Foto:  zpd

Laisa. „Ihr habt die Wette ganz klar gewonnen", musste Bürgermeister Christian Klein zugeben: Die Trachtengruppe Laisa hat es geschafft, einen geschlossenen Tanzkreis rund um das Laisaer Heimatmuseum zu stellen, mit Tanzpaaren, die mehrheitlich Tracht trugen und gemeinsam die Sternpolka tanzten.

Die Wette zwischen der Trachtengruppe und dem Bürgermeister gehörte zu einer bundesweiten Aktion des Landjugend-Verbandes, in der Jugendgruppen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft Wetten eingegangen sind. Der Wetteinsatz des Battenberger Bürgermeisters: Er muss bei einer Veranstaltung in Laisa Würstchen braten und verkaufen. „Das werde ich jetzt natürlich auch machen“, versprach er nach der aus seiner Sicht verlorenen Wette. Im anderen Fall hätte die Trachtengruppe bei einer von ihm ausgesuchten Veranstaltung kostenlos auftreten müssen.

Doch die Volkstänzer bekamen genug Unterstützer zusammen. Insgesamt 39 Tanzpaare, 78 Tänzerinnen und Tänzer zwischen drei und 81 Jahren, die sich an Händen fassend und ein Mal rund um das Heimatmuseum in der Dorfmitte aufstellten. Darunter nicht nur Mitglieder der Trachtengruppe, sondern auch befreundete Landjugendliche aus Geismar und Haubern, Trachtenträger der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege sowie viele Kinder der Kindertanzgruppe des Laisaer Heimatvereins. Auch Bürgermeister-Ehefrau Heike Klein wurde kurzerhand mit in den Tanzkreis gezogen. Die Musik zur Sternpolka spielte der Laisaer Werner Schielke auf dem Akkordeon.

„Wenn junge Leute eine Aktion starten, dann sollten sie auch unterstützt werden“, freute sich Carolin Hecker (Geismar) als Vorsitzende der Hessischen Landjugend über die gute Beteiligung. Und selbst der Bürgermeister als Wett-Gegner hatte den jungen Leuten schon zu Beginn gewünscht, dass sie die Wette gewinnen.

„Ich finde es klasse, dass ihr das Brauchtum pflegt“, sagte Klein und verriet, dass er eine Woche zuvor in Laisaer Männertracht - blauer Hessenkittel mit Zipfelmütze - auf dem Münchner Oktoberfest gewesen war. „Dort bin ich oft auf die Tracht angesprochen worden“, erzählte er. „Die Leute freuen sich, wenn man zu seiner Region steht. Und wir haben keinen Grund, unser Brauchtum zu verstecken.“

Bastian Belz, der Vorsitzende der Trachtengruppe, dankte allen, die den Verein bei der Wette unterstützt haben. „Es ist schön, dass auch Leute aus dem Dorf dabei waren, die nicht so oft tanzen und Tracht tragen.“ (zpd)

Quelle: HNA

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