TSV Roda feiert 100-jähriges Bestehen – Ein Drittel der Rodaer ist Mitglied

Positiv in die Zukunft

Präsentkorb für den Verfasser der Chronik: (von links) 2. Vorsitzender Marco Trusheim, Autor Berthold Naumann und Vorsitzender Heiko Hoffmann. Fotos: A. Scholl

Roda. Als Kaiser Wilhelm in Berlin regierte, die Edertalsperre noch im Bau war und der 1. Weltkrieg zwei Jahre in der Zukunft lag, gründeten 1912 einige Männer in der Schreinerwerkstatt von Jakob Müller den TSV Roda. So fasste Landrat Dr. Friedrich Kubat die Gründungsgeschichte beim Jubiläum „100 Jahre TSV Roda“ zusammen. Im Auftrag des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier überreichte er die Silberne Ehrenplakette an den 1. Vorsitzenden des TSV, Heiko Hoffmann.

Dieser betonte, dass die heutige ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen nicht leichter geworden sei. Um einen Verein zu führen, brauche man mittlerweile mindestens einen Manager, einen Computer-Fachmann, einen Steuerberater, einen Bankangestellten, einen Literaten, einen Rechtsanwalt und eine ganze Handvoll lizensierter Trainer.

Aktuell kam die Nachricht, dass der Klassenerhalt der 2. Mannschaft durch den Sieg am Vortag gesichert werden konnte. Vor der Pause präsentierte die Jazztanzgruppe Emotions des TSV Roda die „Tea-Party“ aus dem Märchen Alice im Wunderland.

Um der Geschichte des Vereins einen würdigen Rahmen zu geben, wurde der Kommersabend laut Hoffmann aus dem eigentlichen Fest im Juni herausgenommen.

Einen Überblick in Bildern und Zahlen über die Vereinsgeschichte gab Berthold Naumann. Beim Verfassen der Chronik habe er Wert darauf legt, dass nicht nur Tabellen und Zahlen zu sportlichen Ereignissen aufgelistet, sondern das Vereinsleben und der Spielbetrieb lebendig dargestellt wurden. Dafür bekam er viel Anerkennung von den Mitgliedern. Außerdem erhielt er die Verdienstnadel des Landessportbundes Hessen.

Mit Turnen fing es an

Der TSV Roda wurde ursprünglich 1912 als Verein für Leichtathletik, Gewichtheben, Faustball und Turnen gegründet. 1913 folgte in Roda der Bau der ersten Sporthalle des Frankenberger Landes. König Fußball kam 1920 hinzu, und 1932/33 feierte man den größten Gewinn der Vereinsgeschichte, den Sieg der Gauklasse. Seit 1981 besteht die Spielgemeinschaft mit Rosenthal. 20 Frauen gründeten 1977 die Gymnastikabteilung. Das Angebot erweiterte sich auf Seniorengymnastik, Step-Aerobic und eine Jazztanz-Gruppe. Die Tischtennisabteilung trug ihre ersten Spiele auf Sperrholzplatten aus und besteht derzeit aus drei Herrenmannschaften. Beispielhaft war hier der Meistertitel der Bezirksklasse 2005.

Derzeit ist der TSV Roda mit 223 Mitgliedern im 600-Einwohner-Ort mit den drei Abteilungen Fußball, Tischtennis und Turnen beim Landessportbund gemeldet.„Mit dem jungen Vorstandsteam und den Helfern, die der Verein in allen Sparten hat, scheint ein Anfang für die Zukunft gemacht zu sein“, so Hoffmann.

Von Andrea Scholl

Quelle: HNA

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