Frankenberg

Positive Bilanz und viele neue Baustellen beim DRK

- Frankenberg (mba). Bei der Mitgliederversammlung der DRK-Kreisverbandes wurde den Delegierten ein trotz Wirtschaftskrise positives Ergebnis für das Jahr 2008 präsentiert.

Der Frankenberger Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes steht auch in Zeiten der Wirtschaftskrise auf festen Beinen – das war das Bilanz des Vorstandes bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch im DRK-Haus. Es wurde allerdings der Geschäftsbericht für das Jahr 2008 vorgestellt, mögliche aktuelle Auswirkungen der Rezension wurden also nicht berücksichtigt. Kreisgeschäftsführer Christian Peter gab dies bei der Vorstellung des Berichts zu bedenken, war mit dem Ergebnis für 2008 gleichwohl zufrieden: „Obwohl die Krise im Jahr 2008 ihren Anfang nahm, haben wir Teile des hauptamtlichen Geschäfts ausgebaut“, sagte Peter. „Die Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt im sozialen Bereich erst mit einiger Verspätung durch“, erklärte er aber einschränkend. Soziale Dienstleistungen würden zwar konjunkturunabhängig abgerufen, von der Konjunkturlage betroffen sei jedoch deren Finanzierung. Denn die laufe über die Kostenträger, die sich ihrerseits über Beiträge finanzieren – hier werde sich die Wirtschaftskrise niederschlagen, befürchtet Peter. Positive Bilanz für 2008 Für 2008 präsentierte Peter aber durchweg positive Ergebnisse: Belegungszahlen des DRK-Jugendheims – sehr gut; Pflegedienst – personell aufgestockt; Seniorenzentren – alle gut belegt, Bewohner zufrieden; Kindertagesstätten – alle voll belegt, teilweise mit Wartelisten. Den DRK-Kitas seien inzwischen kostenfreie Krabbelgruppen angegliedert, die ebenfalls sehr gut besucht würden. Nach der Präsentation der Abschlussrechnung für 2008 mit einem positiven Endergebnis (Bilanzgewinn rund 40 000 Euro) und einer Steigerung gegenüber 2007 wurden Schatzmeister Erich Dauber und der gesamte Vorstand einstimmig entlastet. Geschäftsführer Peter gab zum Abschluss noch einen kurzen Ausblick auf die Pläne für das nächste Jahr, besonders die geplanten Seniorenzentren in Sachsenhausen, Battenberg und Frankenberg (FZ berichtete). „2010 wird mit den Bauarbeiten begonnen werden“, sagte Peter. Man hätte diese Projekte gern schon früher begonnen, aber aufgrund politischer Entscheidungen sei es zu Verzögerungen gekommen. „Wir haben jetzt für Anfang 2010 eine Förderung für Sachsenberg und Battenberg vom Sozialministerium avisiert bekommen“, berichtete er. Die Investitionssumme in die Erweiterung des Seniorenzentrums in Battenberg liege bei knapp fünf Millionen, erklärte Peter auf Nachfrage der FZ. Laut Finanzplanung beläuft sich der Verwaltungshaushalt für 2010 auf rund zwölf Millionen Euro, der Investitionshaushalt auf sechs Millionen Euro. Was das geplante Seniorenzentrum in Frankenberg angeht, seien die Verhandlungen mit der Stadt gut vorangeschritten: „Die Grundstücksfrage ist weitgehend geklärt“, sagte Peter. „Alle Projekte werden 2010 in die Realisierungsphase übergehen.“ Auch die Bauarbeiten an der Seniorenwohnanlage in Bromskirchen schritten gut voran, eventuell seien die acht Wohnungen bis Ende Januar bezugsfertig. Es gebe auch bereits 13 Bewerber, was auf eine hohe Attraktivität des Angebotes hinweise. „Sie sagten, das DRK steht auf vielen Beinen“, griff Bürgermeister Christian Engelhardt in seinen Grußworten die Begrüßung der Delegierten und Gäste durch den DRK-Kreisvorsitzenden Dr. Rolf Bluttner auf. „Diese Beine stehen zu einem großen Teil in Frankenberg.“ Und die Stadt benötige die Arbeit des DRK, besonders auch die Arbeit der Ehrenamtlichen. Leistungsfähiger PartnerDie angebotenen Leistungen, vom Kindergarten über den Rettungsdienst bis zur Altenpflege, seien eigentlich staatliche Aufgaben, sagte Engelhardt. Allerdings erledige das DRK sie zumeist wirtschaftlicher, als der Staat es könnte. „Das Rote Kreuz ist ein wichtiger Partner für uns“, betonte der Bürgermeister. Ein wichtiger Partner, der fachkundig und leistungsfähig sei, wie der Kreisbeigeordnete Otto Wilke auch für den Landkreis erklärte.

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