Präses Frank Schmitt kündigt Rücktritt an

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Abschied: Präses Frank Schmitt will sein Amt bis Ende September zur Verfügung stellen. Er war fast neun Jahre Vorsitzender der Dekanatssynode Biedenkopf.

Allendorf-Eder/Biedenkopf. Frank Schmitt, der Vorsitzende der Dekanatssynode Biedenkopf, hat während der Tagung in Allendorf seinen Rückzug aus dem Amt angekündigt.

Er sehe die Zeit gekommen, „den Kurs für das Boot wieder neu auszuloten“, sagte er den rund 50 Vertretern aus den Kirchengemeinden im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Biedenkopf zum Abschluss der Sitzung im evangelischen Gemeindesaal.

Schmitt gehört dem Dekanatssynodalvorstand (DSV), der die Synode leitet und vertritt, seit 15 Jahren an. Seit fast neun Jahren ist er Präses, also Vorsitzender der Dekanatssynode. Der Allendorfer zitierte seine Antrittsrede, in der er seinerzeit davon gesprochen hatte, die Wahl bedeute für ihn einen Aufbruch: „Aufbruch heißt für mich, die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, als Chance zu begreifen“, erklärte er mit Blick auch auf die mögliche Fusion des Dekanats Biedenkopf mit dem Dekanat Gladenbach, über die die Synode der Landeskirche wahrscheinlich im Herbst entscheidet.

In den vergangenen Jahren hätten sich die Dekanatsstrukturen grundlegend geändert, blickte Schmitt zurück: „Nichts ist mehr so, wie ich es übernommen habe.“

Schon in der Begrüßung der Synoden-Teilnehmer nach einem von Pfarrer Gerald Rohrmann in der benachbarten Kirche geleiteten Gottesdienst hatte der Präses im Vorfeld der anstehenden Diskussion über Für und Wider einer Fusion an die von 34 000 auf 25 300 zurückgegangene Zahl der Evangelischen im Dekanat erinnert. Als „Kleindekanat“ habe man mit Nachteilen in der Ausstattung zu rechnen, machte Schmitt bewusst. Durch die Zusammenarbeit mit dem Dekanat Gladenbach erwüchsen Vorteile beispielsweise bei der Stellenausstattung, wie in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Ökumene und zuletzt Notfallseelsorge sichtbar werde. (nh/jun)

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Quelle: HNA

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