Frankenberg

Präses Hans Jakob Lichtenfeld verabschiedet

- Frankenberg (gi-). „In eigener Sache“ – mit dieser einleitenden Floskel nahm Präses Hans Jakob Lichtenfeld am Freitagabend Abschied von den Synodalen des Evangelischen Kirchenkreises Frankenberg.

Seit 1974 arbeitete Lichtenfeld als „ehrenamtliche Frontmann“ in Sachen Kirche mit – 36 Jahre voller Idealismus „im Weinberg des Herrn“.

Nach neun Jahren als Präses der Kreissynode, 15 Jahren im Kirchenkreisvorstand, 21 Jahren in der Synode, 22 jähriger Mitarbeit im Kirchenvorstand Röddenau und 12 Jahren Tätigkeit in der Landessynode, dem Rat der Evangelischen Landeskirche, dem Finanz- und dem Rechtsausschuss und weiteren Gremien. „ist es auch genug mit der ehrenamtlichen Tätigkeit, die reichlich Zeit in Anspruch genommen hat“, sagte der ehemalige Amtsgerichtsdirektor.

Er sei dankbar für diese Zeit, in der er gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung habe aufbauen könne: „Ich hoffe, dass ich dabei einen kleinen Beitrag leisten konnte, an unserer Kirche mitzubauen“. Die Zukunft der Kirche hänge „Gott sei Dank“ nicht von einzelnen Personen ab „und schon gar nicht von mir“.

Denn es sei Gott, der seine Kirche baue und lenke. Die Synodalen spendeten lang anhaltenden Beifall. Lichtenfelds Nachfolger soll der frühere Burgwalder Bürgermeister Adam Daume werden (FZ berichtete). An Dekanin Ute Zöllner – auch für sie war es die letzte Synode – richtete Lichtenfeld Worte des Dankes für vertrauensvolle Zusammenarbeit und gutes menschliches Miteinander: „Ich hätte Sie gern – in der Synode – weiter an meiner Seite gehabt“, unterstrich der Präses. Denn sie habe sich stets „mit viel Herzblut“ nach besten Lösungen gesucht. Für die neuen Aufgaben in Kassel wünschte Lichtenfeld „gutes Gelingen“. Zöllner wird am 2. Mai, 14 Uhr in der Liebfrauenkirche Verabschiedet.

Doch damit nicht genug der Abschiedsworte. Denn auch Ute Zöllner eine Laudatio parat. Präses Lichtenfeld habe mit seinen kirchlichen Ehrenämtern Maßstäbe gesetzt. Dafür sei ihm 2007 die Elisabethmedaille verliehen worden: „Sein Rat, seine Gradlinigkeit und Unerschütterlichkeit bedeuteten mir viel – und haben uns allen sehr geholfen“.

Als Abschiedgeschenk überreichte die Dekanin einen kolorierten Stahlstich der Liebfrauenkirche aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Rückseite des Bildes stand „Luthers Abendsegen“. Und dieses Gebet verlas Präses Lichtenfeld ein letztes Mal in dieser Runde. Lang anhaltender Applaus war danach Abschluss der Synode.

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