Großer bürokratischer Aufwand

Praxisgebühr: Wegfall ist für Ärzte Entlastung

+

Waldeck-Frankenberg. Zum Beginn des Jahres wurde die Praxisgebühr abgeschafft. Viele Hausärzte in Waldeck-Frankenberg begrüßen den Wegfall der Gebühr von zehn Euro pro Vierteljahr. Denn für sie war die Zuzahlung vor allem eins: ein großer, bürokratischer Aufwand.

Das bestätigt Dr. Carsten Nordmann, Allgemeinmediziner mit Gemeinschaftspraxis in Rosenthal und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Hausärzte im Frankenberger Land. „Ich bin sehr froh über die Abschaffung der Praxisgebühr“, macht Nordmann deutlich und merkt an: „Die Praxisgebühr war ein erheblicher, nicht finanzierbarer Verwaltungsaufwand.“

Das Ziel, unnötige Arztbesuche zu verringern, hat die Praxisgebühr seiner Meinung nach nicht erreicht. „Bei uns ist die Patientenzahl gerade mal um zwei Prozent gesunken. Das liegt daran, dass einige Patienten zuvor bei zwei Hausärzten in Behandlung waren.“ „Die Zuzahlung war für viele meiner Patienten eine Hemmschwelle“, sagt Dr. Paul Theil, Allgemeinmediziner in Geismar. Viele Patienten hätten gewartet, bis die Krankheit weit fortgeschritten war, anstatt gleich in die Sprechstunde zu kommen.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeinen.

Quelle: HNA

Kommentare