Entenschau in der Kellerwaldhalle

Preiswürdiges Geschnatter in Frankenau

Siegerehrung beim Züchterabend im Waldecker Hof: Die erfolgreichsten Entenzüchter Deutschlands freuten sich über Ehrenbänder.

Frankenau - Gut 800 Enten aus 20 Rassen und vielen Farbenschlägen haben am Wochenende für viel Geschnatter in der Frankenauer Kellerwaldhalle gesorgt. 80 Züchter aus ganz Deutschland zeigten ihre Tiere.

Die Kellerwaldstadt bildete am Samstag und am Sonntag das deutschlandweite „Mekka“ der Entenzucht. Züchter aus fast allen Bundesländern stellten sich mit ihrer Nachzucht des Jahres 2012 der kritischen Beurteilung von zehn Preisrichtern. Form, Rassemerkmale und Gefiederqualität der Tiere waren die ausschlaggebenden Kriterien zur Vergabe der Punkte. 41 Tiere erzielten die Höchstnote „vorzüglich“, 58 Tiere wurden als „hervorragend“ eingestuft.

Drei Landes-Prämien

Beim Züchterabend am Samstag im Waldecker Hof ehrte der Vorsitzende des Sondervereins, Paul-Erwin Oswald aus Gimbsheim, gemeinsam mit Jörg Wilhelmi vom ausrichtenden Frankenauer „Verein für Rassegeflügelzucht, Tier- und Naturschutz“ die erfolgreichsten Züchter (siehe nebenstehender Kasten). Der Kreisverbandsvorsitzende Uwe Wickert überreichte drei Landesverbandsprämien in Form von Wandtellern an Daniela Weiß (Nordheim), Jörg Zarges (Geismar) und Christopher Schaub (Stadtallendorf).

Eine besondere Ehrung gab es für Friedhelm Zarges aus Schmittlotheim: Wickert überraschte den Wassergeflügelzüchter mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter für besondere Verdienste. Zarges hält seit mehr als vier Jahrzehnten Böhmische Gänse, Warzen-enten, Zwergenten, Smaragd-enten und Streicherenten an der Lorfe und hat seine Leidenschaft auch an seinen Sohn Jörg und seinen Enkel Tom weitergegeben. Die ganze Familie kümmert sich um die Tiere, die sich am fließenden Gewässer besonders wohl fühlen.

Fachleute und Vogelfreunde

Zahlreiche Besucher bestaunten während des gesamten Wochenendes die Enten in der von Geschnatter erfüllten Kellerwaldhalle. Neben den Fachleuten aus dem ganzen Bundesgebiet nutzten auch viele Geflügelfreunde aus dem Frankenberger Land und den angrenzenden Kreisen die Schau zur Information und zum Austausch von Erfahrungen unter Gleichen.

Viele der angereisten Züchter verbrachten mit ihren Familien das komplette Wochenende in der kleinen Stadt am Rande des Kellerwalds. Sie unternahmen von dort Ausflüge in den Nationalpark Kellerwald-Edersee, nach Bad Wildungen oder ins nahe Frankenberg. Zahlreiche Helfer des gastgebenden Vereins sorgten beim Auf- und Abbau sowie in der Cafeteria für einen reibungslosen Ablauf der Schau.

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