Projekt Klasse 2000: Eltern basteln Puppen für Grundschüler

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Kinder der Grundschule in Bromskirchen zeigen ihre Klaros (Puppen) und sagen allen Beteiligten Danke. Mitte von links: Dr. Gabriele Knipp, Frankenbergs Lions-Präsident Adam Willi Finger und Schulleiterin Anke Strobel Foto: Gewert

Bromskirchen. Ob Shoppingqueen oder Snowboarder, Tischtennisspieler oder Prinzessin - sie alle sind vertreten. Die Eltern der Grundschüler von Bromskirchen bastelten ihren Kindern Puppen, sogenannte Klaros, für das Projekt Klasse 2000 vom Lions Club.

Das Projekt soll Bewegung und Gesundheit an Grundschulen fördern. „Alle Puppen sind individuell auf die Kinder zugeschnitten“, sagt Schulleiterin Anke Strobel. „Das haben die Eltern unendlich liebevoll gemacht.“

Zeit, Danke zu sagen. Auch an den Frankenberger Lions-Präsidenten Adam Willi Finger, der das gemeinsame Vorhaben mit dem Lions-Club unterstützt.

Er schaut im Bewegungsunterricht vorbei und betont: „Wir würden uns freuen, wenn wir das Projekt noch lange weiterführen können.“

Die Kinder sind währenddessen ganz in den Unterricht vertieft, recken und strecken sich konzentriert, spannen und entspannen ihre Muskeln.

Dr. Gabriele Knipp hilft ihnen bei den Bewegungen und gibt ihnen Anweisungen: „Den rechten Arm nach oben, das linke Bein strecken.“ Die Kinder haben sichtlich Spaß bei der Sache. Von Anfang an lernen sie, ein gesundes Leben zu führen. „Wenn man das so einführt, funktioniert das auch“, sind sich alle einig.

Wasserkisten stehen hier immer parat. „Wer Durst hat, steht auf und trinkt was. Das klappt, ohne dass die Kinder Blödsinn machen“, erläutert die Schulleiterin. Auf die Frage: „Wer ist dafür verantwortlich, dass es dir gut geht?“, lautet die Antwort meist: „Der Papa, die Mama, die Oma, der Opa. Dabei vergessen sich die Kinder selbst.“ Der wichtigste Punkt sei daher, auf sich selbst zu achten.

Aus diesem Grund wird auch Ernährung in den Unterricht integriert. Ein zuckerfreier Vormittag ist für alle Pflicht: „Die Kinder gucken oft in meine Brotdose. Ich dürfte es niemals wagen, einen Donut mitzunehmen. Wir müssen als gutes Beispiel vorangehen“, lächelt Strobel.

Draußen auf dem Abenteuer-Bewegungspfad wird noch ein bisschen trainiert. Immer mit dabei: Die neuen Puppen. Bald kommt noch ein Hochhaus aus Kisten mit dazu, in das die Puppen einziehen können und das die Kinder auf ihrem Weg durch die kommenden vier Schuljahre begleiten wird. Bleibt am Ende nur noch eine Frage: „Wann beginnt die Frühstückspause?“

Von Marie-Therese Gewert

Quelle: HNA

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