Prozess wegen angebohrter Gasleitung - Zweiter Verhandlungstag

Marburg/ Oberweimar. Vor dem Marburger Landgericht ist der Prozess gegen einen 64-jährigen Mann fortgesetzt worden, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, in seinem ehemaligen Hof in Oberweimar eine Gasleitung mit dem Ziel angebohrt zu haben, eine Explosion herbeizuführen.

Wie berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft dem Landwirt einen Mordversuch vor, da er bei einer Explosion durch eine zufällige Zündquelle zumindest den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen hätte. Am 4. März wurde Gasgeruch in dem Dorf festgestellt. Wegen vorhergehender Drohungen stürmte nach Abschalten der Leitungen ein Sonderkommando der Polizei den Hof, der Angeklagte befand sich entgegen der Befürchtungen jedoch nicht in seinem Haus. Er wurde später bei seiner Tochter im Allgäu festgenommen.

Wie ein Zeuge jetzt berichtete, habe er den 64-Jährigen am mutmaßlichen Tattag, den 2. März, abends dorthin gefahren, nachdem dieser zu ihm in den Ebsdorfergrund gekommen sei. Der Bekannte des Mannes konnte sich laut eigener Aussage jedoch nur noch an wenig erinnern. Auch nicht an seine Aussagen bei der Polizei, die er mehrfach vorgehalten bekam. Bei der Polizei hatte er laut Protokoll angegeben, der Angeklagte habe bei der Fahrt gesagt, den am 2. März zwangsversteigerten Hof „werde kein anderer bekommen“.

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Quelle: HNA

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