Feuerwehr: Schwerer Einsatz am 9. März war Thema in Jahreshauptversammlung

Psychisch viel abverlangt

Geehrt für 50 Jahre im Feuerwehrverein: (von links) Karl-Heinz Ernst (stellvertretender Vorsitzender), Stefan Schäfer (Vorsitzender), Wolfgang Neidel, Wilhelm Ernst, Michael Scholl (stellvertretender Wehrführer). Fotos: Moniac

Bottendorf. Zehn Einsätze mussten die 32 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Bottendorf im vergangenen Jahr bewältigen. Genauere Informationen dazu gab es bei der Jahreshauptversammlung, außerdem standen Beförderungen und Ehrungen langjähriger Mitglieder auf der Tagesordnung.

Vorsitzender und zugleich Wehrführer Stefan Schäfer erwähnte ausdrücklich den schweren Einsatz am 9. März 2012. Bei dem Hausbrand war der 54-jährige Bewohner ums Leben gekommen (HNA berichtete). Die Feuerwehrleute hätten ausgezeichnete Arbeit geleistet, auch wenn ein Brandopfer nicht so einfach weggesteckt werden könne. Schäfer dankte dem Gemündener Stadtbrandinspektor Wilfried Golde und seinem Krisenteam für die notwendige Nachbesprechung.

25 Übungsabende

Der Wehrführer erinnerte in seinem Bericht an verschiedene Feste, die von Vereinsmitgliedern 2011 besucht oder – wie das Osterfeuer – selber organisiert worden waren. An 25 Abenden fanden Übungen statt. Die Ausbildungsbereitschaft der Brandschützer sei „sehr erfreulich“, sagte Schäfer (siehe Artikel rechts).

Zum Feuerwehrmann des Jahres wurde Benjamin Lindemann ernannt, der sich über einen Gutschein freute.

Jugendwart Thomas Hiemer berichtete, dass fünf der anfänglich elf Jugendlichen inzwischen zur Einsatzabteilung gewechselt seien. Damit sei zwar die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr gesunken, doch gebe es auch zwei Neuzugänge, sodass der aktuelle Stand zu einem gewissen Optimismus berechtige. Die Jugendlichen widmeten 58 Stunden der technischen Ausbildung, 20 Stunden galten der allgemeinen Jugendarbeit.

Bürgermeister Lothar Koch dankte den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Er betonte, dass die Gemeinde das Engagement der Brandschützer hochachte und sich mit Aufwendungen in Höhe von 70 000 Euro an den anfallenden Kosten beteilige.

Bereitschaft zur Fortbildung

Gemeindebrandinspektor Karl-Heinz Bornscheuer lobte die gute Bereitschaft der Einsatzkräfte, sich fortzubilden. Bornscheuer thematisierte noch einmal den Brand am 9. März, der den Männern vor allem psychisch viel abverlangt habe. Auch Ortsvorsteher Alexander Schuchard dankte den Wehrleuten in einem Grußwort.

Mit großem Interesse verfolgten die Anwesenden anschließend den Diavortrag über die Entwicklung Bottendorfs von Johannes Engeland, der mit seinen 89 Jahren das älteste Ehrenmitglied des Vereins ist.

Benjamin Lindemann wurde zum Feuerwehrmann befördert, Thomas Hiemer zum Löschmeister. Für ihre 50-jährige Zugehörigkeit im Verein wurden Wilhelm Ernst und Wolfgang Neidel mit Urkunden geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Zur Erfassung der E-Mail-Adressen werden die Mitglieder gebeten, eine Mail an die Homepage ffw-bottendorf.de zu schicken. (zmm)

Quelle: HNA

Kommentare