Publikum half bei der Mörder-Suche

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Gemünden. Wer war denn nun der Mörder? Gerda Senftleben, Charlotte Meierling oder gar die kecke Pinkie? Da gab es am Samstagabend bei der Theateraufführung im Hessischen Hof in Gemünden nur eine Möglichkeit: Das Publikum um Unterstützung bitten.

Und das tat der Versicherungs-Ermittler Bruno Kowalsky, um am Ende den Täter, der sich selbst ermordet hatte zu identifizieren.

Zwölf aktive Laienschauspieler der Theatergruppe Gemünden sorgten mit dem Stück „Jetzt oder Nie“, einem Mitratekrimi in drei Akten, für eine spannende und vergnügliche Theatervorstellung. Die Bühne im Hessischen Hof verwandelte sich in die Wohra-Seniorenresidenz und verhieß viele heitere Wortwechsel zwischen den alten Herrschaften. Hinter den Kulissen herrschte ein letztes aufgeregtes Treiben, dann schließlich ging es los.

Mit witzigen und wortgewandten Dialogen, die hin und wieder lokalen Bezug hatten („Ich war zwei Mal Dorfstraßenmeister von Ellnrode“), wurde den Zuschauern ein unterhaltsamer Abend geboten. Mit vielen Lachern und Szenenapplaus wurden die Laienschauspieler für ihre intensive Vorbereitung belohnt.

Im zweiten Akt wurde der Internist Dr. Knuth Stiegendreher vermutlich vergiftet. Alle Beweismittel wurden zusammengetragen und dem Publikum zur Begutachtung zur Verfügung gestellt. Jeder der 150 Zuschauer durfte dann seinen Tipp für den Mörder abgeben und weitere Hinweise zur Identifizierung fixieren. Am Ende wurde unter allen Teilnehmern, welche die besten Spürnase zeigten, eine Flasche Sekt verlost.

Mit schauspielerischem Können begeisterten sowohl Doris Hamatschek als die kesse Pinkie mit Berliner Dialekt, als auch Angelika Viereckl als geldgierige Besitzerin der Seniorenresidenz Senta Gierling sowie die mit Szenenapplaus bedachte und absolut authentisch spielende Barbara Bornmann als Seniorin Charlotte Meierling.

Von Jutta Ochs

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Quelle: HNA

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