Volleyball in der Frankenberger Altstadt weiter beliebt

Publikum trägt Paul Becker zu Silber beim Beach-Cup

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Frankenberg - Der Beach-Cup des TSV „Hessen“ bleibt ein Publikumsmagnet. Angesichts von mehr als 300 Zuschauern und prächtiger Stimmung allein bei den gestrigen Finalspielen hat der Ausrichter eine positive Bilanz der 14. Auflage gezogen, auch wenn vor allem der Samstag unter dem schlechten Wetter litt.

Vom Freitag bis zum Sonntagabend wurde die Erfolgsgeschichte des Beachvolleyballturniers an der Eder, inzwischen das größte in Hessen und bundesweit anerkannt, fortgeschrieben. Im gleißenden Sonnenlicht winkten die Top4-Teams, die gerade Blumen, Sekt und Schecks entgegengenommen hatten, den rund 350 Zuschauern zu und verabschiedeten sich für 2012 aus Frankenberg.

Aus sportlicher Sicht fehlte nach hochklassigen Spielen das Happy End: Vorjahressieger Paul Becker scheiterte mit seinem neuen Partner Aljoscha Grabowski (Hanau) diesmal im Finale in zwei Sätzen an den verdienten Siegern Manuel Lohmann und Jonas Schröder aus Mainz. Bei den Frauen siegten erstmals Pia Riedel und Isabel Schneider aus Iserlohn, ebenfalls wie die Männer-Champions an Position eins gesetzt.

Drei Frankenberger Duos waren am Start: Jonas Tilhof und Christian Pfingst wurden Neunte, Lukas Stein und Marius Specht 13., ebenso wie das einzige heimischen Damen-Duo Johanna Krüger und Anna Nolte.

„Es war ein schönes Turnier“, war ein Satz, der bei vielen Spielerinnen und Spielern beim Lebewohlsagen fiel. Diese Worte auf der einen, der ungebrochene Zuschauerzuspruch auf der anderen und der Einsatz des Helferheeres bewogen Eiko Ochse einmal mehr zu einem positiven Fazit. Obwohl das Turnier die Kapazitätsgrenze erreiche, sei die Resonanz Lohn für die Mühen gewesen, sagte die Vorsitzende des Fördervereins Volleyball im TSV Frankenberg, die auch den Dank an die Sponsoren nicht vergaß.

Applaus im Rampenlicht hatten sich mehrfach schon die vielen jungen, meist rot gekleideten Helfer abgeholt – als Ballkinder und „Ergebnisdienst“ im Einsatz – und in der „Freischicht“ oft auch als Autogrammjäger.

Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, der sich über manches Küsschen der geehrten Spielerinnen freute, dankte dem TSV-Team und befand, durch den zweiten Platz des Lokalmatadoren Paul Becker gebe es nun fürs kommende Jahr wieder eine Steigerungsmöglichkeit.

Steigerungsfähig war an den beiden ersten Turniertagen auch wieder einmal das Wetter am Obermarkt. So war dem Abendprogramm kein besonders großer Publikumsandrang vergönnt, obwohl es Stimmung versprach. Am Freitag nach dem Sponsorenturnier – das diesmal das FingerHaus-Team gewann – standen Matthze Maurers Backstrikers auf der Bühne. Gekonnt und dafür von vielen Frankenbergern geliebt, unternahmen sie eine Reise durch die Musikgeschichte und spielten bis weit nach Mitternacht viel Rock und etwas Pop. Weniger Zuhörer als verdient waren bei trockenem, aber kühlem Wetter auf den Obermarkt gekommen – oder dort geblieben.

Der regnerische Samstag machte sich auch am Abend bemerkbar. DJ ChiQo aus Cuxhaven sollte den Sport-Fans auf dem Obermarkt einheizen. Doch bei Nieselregen und nochmals gesunkenen Temperaturen trauten sich nur ein paar Musikbegeisterte ins Freie.

Der Sonnag entschädigte dann für vieles. Und spätestens jetzt konnte auch ausgiebig vom Drumherum Gebrauch gemacht werden. Kaltgetränke oder Snack; in der Sonne oder im Schatten? Alles wunschgemäß dank der gemütlichen Plätze in der Altstadt und einem breiten Angebot – von Milch-Shakes und Cocktails über Waffeln und Crêpes bis hin zu rhythmischer Musik zum Mitgehen. (gl/schä)

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