Energiesparlampen-Sammelstelle in Battenberg

Quecksilber gehört nicht in den Hausmüll

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In den EWF-Kundencentern im Landkreis – wie hier im Battenberger Rathaus – können Bürger ab sofort ihre Energiesparlampen entsorgen. Die enthalten nämlich giftiges Quecksilber und dürfen deshalb nicht in den normalen Hausmüll. Auch LEDs werden angenommen. Für diese Möglichkeit werben (v.l.) Jürgen Knierim von der EWF, Battenbergs Bürgermeister Christian Klein, EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller und Karl-Heinz Sohl von der EWF.Foto: Mark Adel

Battenberg - Ausgediente Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll: Sie enthalten giftiges Quecksilber. Ab sofort können Bürger die defekten Birnen in einem der sechs Kundenzentren der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) abgeben.

Für quecksilberhaltige Leuchtmittel gelten besondere Sicherheitsbestimmungen - eine Entsorgung über den Hausmüll, den gelben Sack oder Glascontainer ist verboten. Längere Zeit habe die Stadt Battenberg versucht, eine Sammelstelle in einem der örtlichen Geschäfte einzurichten - ohne Erfolg, berichtete Bürgermeister Christian Klein.

Nun hat die EWF einen Karton im Kundencenter aufgestellt - es befindet sich im Battenberger Rathaus. „Es ist leicht, sich umweltgerecht zu verhalten“, sagte EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller. Außer in Battenberg werden auch in den EWF-Filialen Bad Arolsen, Bad Wildungen, Fritzlar, Treudelburg und Volkmarsen Sammelkartons aufgestellt. Die Abgabe ist nur während der Öffnungszeiten der Kundencenter möglich.

Neben den Energiesparlampen können auch LEDs zum Recyceln gegeben werden. In ihnen befinden sich Stoffe, die wiederverwertet werden können. Lediglich Leuchtstoffröhren werden nicht angenommen. Die EWF arbeitet dabei mit der Firma Lightcycle zusammen. Das Unternehmen wurde 2005 von den großen Lampenherstellern gegründet. „Wir haben seit Jahren Erfahrung mit der Entsorgung, denn auch in vielen Straßenlampen befinden sich quecksilberhaltige Leuchtmittel“, erklärte Karl-Heinz Sohl, Leiter der Abteilung Materialwirtschaft bei der EWF.

Jürgen Knierim, Abteilungsleiter Energieabrechnung, rät zur Vorsicht bei zerbrochenen Energiesparlampen: Damit kein giftiges Quecksilber eingeatmet wird, sollte man mindestens 15 Minuten gründlich lüften und den Raum so lange verlassen. Beim normalen Gebrauch und regulärer Entsorgung bleibt das Schwermetall zuverlässig in der Lampe. Inzwischen würden immer öfter LEDs als stromsparende Alternative zur Glühbirne genutzt, erklären die EWF-Fachleute. Darin befinde sich kein Quecksilber. Die Lampen müssen sauber, unverpackt und ungebündelt in den Sammelkarton gegeben werden. In den Kundenzentren erhalten die Bürger zudem weiteres Infomaterial zum Thema - etwa welche Lampe für unterschiedliche Zwecke geeignet ist und wie viel Strom im Vergleich zu Glühbirnen gespart wird.

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