Ev. Gemeinschaften Frankenberg starten wieder Spendenaktion für Bedürftige

Mit Ranzen Kindern helfen

Alte Ranzen, neue Adressaten: Abgelegte, aber gut erhaltene Schulranzen möchten (von links) Tina Paulus, Siegfried und Elisabeth Schimanski wieder füllen und bedürftigen Kindern zur Verfügung stellen. Foto: zve

Frankenberg. In wenigen Wochen endet das Schuljahr, viele Kinder freuen sich bereits jetzt auf ihren Start in der Grundschule, denn neue Schulranzen gab es teilweise schon zu Ostern als Geschenk. Für die älteren Schüler aber bedeutet das Schuljahresende Wechsel in eine neue Schulform, und dann hat ein alter Ranzen plötzlich „ausgedient“. Deshalb melden sich schon jetzt die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Spendenaktion „Helfen macht Schule“: Sie möchten solche abgelegten Ranzen mit neuer „Füllung“ an junge Menschen in ärmeren Ländern weitergeben und ihnen den Schulbesuch erleichtern.

Schulen können mitmachen

Tina Paulus (Röddenau) und Siegfried Schimanski (Frankenberg) haben bereits in den vergangenen Tagen mit den Schulen in Bottendorf, Ernsthausen und Röddenau direkten Kontakt aufgenommen, aber auch alle anderen Schulen sind eingeladen, sich an der Schulranzen-Spendenaktion zu beteiligen. Träger ist das in Gießen ansässige weltweite Hilfswerk Global Aid Network (GAiN), das als Partner von „Campus für Christus e. V.“ seit 1990 humanitäre Hilfe leistet. In Frankenberg sind es Mitarbeiter der Evangelischen Gemeinschaft, die in den vergangenen Jahren dafür gesorgt haben, dass viele Schulranzen ihren Weg in die verschiedensten Länder gefunden haben.

Im vergangenen Jahr zählte Lettland zu den Schwerpunkt-Empfängern der Hilfssendungen aus Frankenberg. Über diesen humanitären Einsatz berichtete die Projektleiterin der „Schulranzenaktion“ Anne-Katrin Loßnitzer (Gießen) im Jugend- und Gemeindezentrum Ruhrstraße und gab damit eine anschauliche Rückmeldung, verbunden mit dem Dank an alle Spender und Helfer im Frankenberger Land.

Auch wenn Lettland zur EU gehöre, die Wirtschaft an Stabilität gewonnen habe, seien Arbeitslosigkeit und niedriger Lebensstandard noch immer ein großes Problem. „Mit der Spende von gebrauchten und einwandfreien Schulranzen sowie Geld für die Ausstattung der Ranzen im Wert von etwa 30 Euro wurde ein spürbarer Beitrag für die Bildungschancen bedürftiger Kinder in Lettland geleistet“, berichtete die Projektleiterin.

Kontakt: Wer abgelegte Schulranzen entbehren möchte, kann sie im Gemeindezentrum der Ev. Gemeinschaften, Ruhrstraße 23 in Frankenberg, abgeben, aber auch nach wie vor bei Tina Paulus in Röddenau, Elseberg 5 (06451/8576) und Siegfried Schimanski in Frankenberg, Schrähling 17 (06451/ 4822). Auf Wunsch werden Ranzen auch abgeholt. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit einer Spende an der neuen „Innenausstattung“ zu beteiligen. (zve) www.gain-germany.org

Quelle: HNA

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