Vereinigung Nachwachsende Rohstoffe Haubern erhielt in Berlin Medaille

Rapsöl von bester Qualität

Große Bühne in Berlin: Bei der Grünen Woche nahmen die Mitglieder der Hauberner Vereinigung Nachwachsende Rohstoffe (von links) Detlev Möbus, Dr. Armin Feulner, Kurt Plett, Martin Schmidtmann die Glückwünsche von Dietmar Brauer, Rapsblütenkönigin Katrin Schäfer und DGF-Präsident Dr. Klaus Schurz entgegen. Foto: zve

Berlin/Haubern. Aus den Händen der hessischen Rapsblütenkönigin Katrin Schäfer aus Basdorf nahmen bei der Grünen Woche in Berlin die Mitglieder der Vereinigung Nachwachsende Rohstoffe Haubern eine besondere Auszeichnung entgegen: Die Qualität ihres Rapsöls wurde zum dritten Mal in Folge mit der Rapsölmedaille der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) belohnt.

Das „Rapsöl vital, kaltgepresst“ aus dem Frankenberger Land ist inzwischen ein bundesweit bekanntes Qualitätsprodukt. Nur 20 kaltgepresste Öle wurden in diesem Jahr nach einer strengen Qualitätsbewertung ausgezeichnet. Sie verfügen über ein frisches, saatiges Aroma mit einem leicht nussigen Nachgeschmack, das von den Verbrauchern geschätzt wird. Die Öle wurden von einer geschulten Prüfergruppe verkostet. Weniger als die Hälfte erhielt das begehrte Qualitätssiegel. Von Ernährungswissenschaftlern wird Rapsöl wegen seines hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren empfohlen.

Erfolgsgeschichte

Die hessische Rapsblütenkönigin Katrin Schäfer freute sich, als sie eine Erfolgsgeschichte aus ihrem heimatlichen Landkreis verkünden durfte: „Ich bin stolz, ein regionales Produkt mit solch hoher Qualität auszeichnen zu können“, sagte die Basdorferin auf der Bühne der großen Landwirtschaftsmesse in Berlin. Sie wirbt seit Beginn ihrer Amtszeit vor zwei Jahren für das Hauberner Rapsöl.

Die Hauberner Ölmühle wird seit fünf Jahren von zehn Mitgliedern der gemeinnützigen Vereinigung für nachwachsende Rohstoffe ehrenamtlich betrieben. Neben der Erzeugung von Rapsöl als Treibstoff, der wegen der vor drei Jahren eingeführten Besteuerung derzeit nur eine geringe Nachfrage hat, ist die Herstellung von Speiseöl inzwischen zu einem wichtigen Standbein des Vereins geworden. Im Gegensatz zu vielen anderen Ölmühlen in Deutschland, die ihren Betrieb einstellen mussten, läuft die Hauberner Ölmühle auf dem Hof Schmidtmann weiter.

Das Hauberner Ölmühlenteam freute sich, dass die bisher ausgeübte Sorgfalt bei der Herstellung des Rapsspeiseöls zum dritten Mal erfolgreich war. An diesem Qualitätsanspruch wollen die Hauberner auch in Zukunft festhalten. Die Mitglieder des Vereins arbeiten derzeit auch an der Herstellung anderer Öle und Produkte.

In Kürze soll ein hochwertiges Leindotteröl als weiteres Speiseöl gepresst werden.

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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