Hommershausen

Rasche Reaktion verhindert einen Waldbrand

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- Frankenberg-Hommershausen (gl). Eigentlich sollten lediglich Waldwege verbreitert werden – doch plötzliches Feuer aus dem Motorraum einer Planierraupe löste im Wald bei Hommershausen einen großen Einsatz der Feuerwehren aus.

Die rasche Reaktion eines Waldarbeiters hat womöglich einen größeren Brand nahe der Oberen Butzmühle verhindert. Der Mann war gestern Morgen gegen 9.30 Uhr mit einer Hanomag-Planierraupe im Wald von Hommershausen damit beschäftigt, auf Höhe der „Mooshütte“ Waldwege zu schieben. Plötzlich seien aus dem Motorraum des Fahrzeuges Flammen geschlagen.

Der Fahrer reagierte schnell: Er fuhr das brennende Arbeitsgerät aus dem dichten Wald auf die Wegkreuzung direkt unterhalb der „Mooshütte“. Die Feuerwehren aus Frankenberg und aus Hommershausen selbst rückten mit fünf Fahrzeugen aus. Aufgrund der Gefahr eines Waldbrandes wollten die Brandschützer sichergehen, genügend Wasser am Einsatzort zu haben.

Hauptaufgabe der 20 Einsatzkräfte aus Frankenberg und ihrer fünf Kollegen aus Hommershausen war es aber, ein durch Überhitzen verursachtes Platzen des Hydrauliktankes zu verhindern. Das darin enthaltene Öl hätte die nur etwa 350 Meter entfernte Nuhne bedroht.

Mit Wasser und Schaum bändigten die Brandschützer das Feuer, während Kollegen zur Abholung bereitliegende Baumstämme zersägten und daraus eine Sperre für das Löschwasser errichteten. Die im Wasser befindlichen Betriebsflüssigkeiten der Raupe wurden in dem provisorischen Becken abgebunden. Von dem eingesetzten Schaum gehe nach Angaben eines Feuerwehrsprechers keine Gefahr für die Umwelt aus, er baue sich von selbst ab.

Die genaue Brandursache ist bislang unklar. Als Möglichkeit wurde ein Überhitzen des Getriebes genannt, oder aber durch die Arbeiten in Brand geratenes Unterholz. Am Fahrzeug entstand nach Angaben des Besitzers ein Schaden in Höhe von mehr als 20 000 Euro. Es soll nun aus dem Wald geschleppt werden. Der Fahrer der Kettenraupe blieb unverletzt.

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