Rauschenberg

Wegen falscher Behauptung über Bürgermeister-Kandidaten verurteilt

Frankenberger Land. Weil ein Verwandter des Rauschenberger Bürgermeisters über dessen Herausforderer vor der Stichwahl falsche Behauptungen veröffentlicht haben soll, wurde er jetzt verurteilt:

Es könnte das Zünglein an der Waage, also am Wahlergebnis gewesen sein: Die Stichwahl um den Bürgermeisterposten in Rauschenberg im Oktober vergangenen Jahres hatte Michael Emmerich (CDU) gegen Michael Vaupel (Bündnis 90/Die Grünen) gewonnen.

Weil ein Verwandter des Bürgermeisters im Onlineforum einer Marburger Zeitung eine falsche Behauptung über Vaupel veröffentlicht haben soll, wurde er nun zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen in Höhe von 25 Euro verurteilt.

„Es sollte der Wahrheitsfindung dienen“, sagte der 39-Jährige am Montag im Frankenberger Amtsgericht und bestritt nicht, den Eintrag am 9. Oktober 2012 verfasst zu haben. Dieser bezog sich auf die Stadtverordnetenversammlung von Rauschenberg am 8. Oktober.

Darin schrieb er „aus sicheren Kreisen erfahren“ zu haben, dass Vaupel während der Versammlung verkündet habe, im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister werde er als erstes die Grundschule in Bracht schließen.

„Als Magistratsmitglied habe ich überhaupt kein Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung“, erklärte Vaupel, der vor Gericht als Zeuge geladen war. Auch in der Pause habe er sich nicht zum Thema geäußert. Auch ein weiterer Stadtverordneter sagte aus, Vaupel habe sich weder in der Versammlung noch in der Pause zu einer Schulschließung geäußert.

Dass der Angeklagte mit Emmerich verwandt sei, habe nichts mit seinem Verhalten zu tun gehabt: „Ich kenne Menschen mit Kindern, die in Rauschenberg wohnen, deshalb habe ich das Ganze, wie ich es gehört habe, aufgeschrieben“, sagte er. (nos)

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Quelle: HNA

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