Frankenberg

Rechnungen jahrelang nicht bezahlt

- Frankenberg (apa). Weil sie Rechnungen auch nach Jahren nicht bezahlt hat und standhaft behauptete, diese auch nie erhalten zu haben, muss eine 37-Jährige wegen Betruges 750 Euro Strafe zahlen.

Laut Anklage soll die Frau zwischen 2007 und 2008 mehrere Werkstattleistungen in einem Frankenberger Autohaus in Anspruch genommen, sie aber nicht bezahlt haben. Am Donnerstag musste sie sich deshalb vor dem Frankenberger Amtsgericht rechtfertigen. „Ich habe eine reine Weste“, sagte die Frau, die ohne einen Anwalt erschienen war, zu Beginn des Verfahrens. Sie habe die Original-Rechnungen der Werkstatt nie erhalten.

Im Verlauf des Prozesses verstrickte sich die Angeklagte in widersprüchliche Aussagen. So beteuerte sie wieder und wieder, die Rechnungen selbstverständlich bezahlen zu wollen – sie hatte das aber weder nach der Mahnung noch nach der erneuten Auflistung der Rechnungsbeträge durch das Autohaus im Jahr 2009 getan. Daraufhin wurde sie angezeigt. Beide Schreiben hatte sie erhalten, denn sie hatte auf beide schriftlich reagiert. Außerdem behauptete sie 
zunächst, vier Reifen mit Felgen, die ihrem Partner in Rechnung gestellt und ebenfalls nicht bezahlt wurden, nie erhalten zu haben. Später räumte 
sie ein, dass die Räder bereits an ihrem Auto montiert waren, nach einem Unfall aber wieder abgenommen wurden und seither im Autohaus liegen.

Richterin Andrea Hülshorst glaubte der Angeklagten nicht, dass die Rechnungen nie bei ihr eingegangen seien. Die Aussagen des Autohändlers seien hingegen glaubhaft, zudem könne er das Vorgehen seiner Firma mit Kopien belegen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 22. Januar.

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