Rechtsradikale Parolen: Kripo ermittelt zwei jugendliche Täter

Wohratal. Nach dem skandieren rechtsradikaler Parolen am Freitagabend in Wohratal hat das Marburger Kommissariat für Staatsschutz am Montag die mutmaßlichen Täter ermittelt. Es handelt sich um zwei 14 und 17 Jahre alte Jugendliche aus Wohratal, die bisher polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten sind.

Die weiteren Umfeldermittlungen mit Durchsuchungen und Vernehmungen ergaben keine Hinweise zu rechtsradikalen oder rechtsextremen Hintergründen der Jugendlichen, berichtete die Polizei.

Die jungen Männer hatten am Freitagabend während und nach der Feier im Gendalweg aus einer Gruppe von etwa zehn Personen heraus verfassungsfeindliche Parolen gerufen. Der Ältere, der sich am Freitagabend zunächst als Zeuge zur Verfügung gestellt hatte, entpuppte sich als einer der mutmaßlichen Täter.

Einer der Jugendlichen stand während der Tat unter Alkoholeinfluss. Beide waren sich eigenen Angaben zufolge nicht über die Tragweite ihrer Äußerungen bewusst. Sie räumten in ihren Vernehmungen ein, die verbotenen Sprüche gerufen zu haben.

Der Staatsschutz führte auch mit den anderen Jungen und Mädchen aus der Gruppe Gespräche, um eine Sensibilisierung herbeizuführen. Die Ermittlungen ergaben bislang keine Anhaltspunkte auf einen Zusammenhang zu dem Angriff auf das Asylbewerberheim in Wohra. (jun)

Quelle: HNA

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