Kräutermarkt in Wiesenfeld

Dem Regen getrotzt

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Bergrun Neff vom Arbeitskreis Dörfliche Kultur aus Kirchhain präsentiert duftende Kräuter.

Burgwald-Wiesenfeld - Ein schöner Sommer wie selten - und ausgerechnet am Sonntag, zum Wiesenfelder Kräutermarkt, öffnete der Himmel seine Schleusen und sorgte für Dauerregen. Das Angebot lockte dennoch nach Angaben der Veranstalter rund 1500 Menschen in das Dorf, das gerade erst 777 Jahre alt geworden ist.

Vor drei Jahren lachte die Sonne, gestern strömte der Regen fast ohne Unterlass. Zu ändern war‘s nicht, und viele Kräuter- und Gartenfreunde trotzten, mit Schirmen ausgerüstet, dem Wetter und besuchten das Hugenottendorf, das bereits zum neunten Mal Gastgeber des Kräutermarkts war.

Die Resonanz war also gut, auf dem Rasen vor der Kirche boten Aussteller aus der Region ein umfangreiches Angebot, viel Handgemachtes und aus der Natur. Garten-Deko, Säfte, Stickereien, Geflochtenes, Töpferarbeiten und natürlich Kräuter und anderes Grün für den Garten.

In der Kirche gab es ein breit gefächertes Programm. Dort sangen und musizierten der zur 777-Jahr-Feier gegründete Projektchor unter der Leitung von Frank Leyhe, der Ernsthäuser Posaunenchor, das Vokalensemble „Einfach wir“ aus Bad Emstal, der Chor „Man(n) singt, die Trommel- und Gitarrengruppe aus Ernsthausen und das Allianz-Bläsersextett. Am Kräutergarten musizierte das „Harmonika-Terzett“ mit Heinrich Cronau, Heinz Hagenbach und Lorenz Wiest. Auch für Kinder gab es ein buntes Programm. Mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen war auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt.

Am Samstag hatten sich die Wiesenfelder und Gäste mit einem Dämmerschoppen am Backhaus auf das Fest eingestimmt. Zur Eröffnung des Markts am Sonntag enthüllten Bürgermeister Lothar Koch und Ortsvorsteher Günter Beck an der Hugenottenstube die Figur eines Wanderers, der einen Hugenotten symbolisiert. Die Gemeinde hatte die Figur den Wiesenfeldern zur 777-Jahr-Feier geschenkt. (da)

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