Rehe auf dem Friedhof machen Bromskirchern Probleme

Bromskirchen. Auf dem Friedhof in Bromskirchen macht sich immer wieder Wild breit, vor allem im Winter. Deshalb wurde im Parlament jetzt über eine Einzäunung diskutiert.

Das Problem: Der Friedhof ist sehr weitläufig und nur teilweise eingezäunt. Die Bürgerliste Bromskirchen hat deshalb im Parlament am Donnerstagabend einen Antrag gestellt, sich über die Verbesserung der Einfriedung Gedanken zu machen.

„Wir wollen uns das jetzt mal mit einem Fachmann ansehen“, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese nach der Sitzung in Somplar. In der Vergangenheit wurde der Friedhof mit einem Knotengitter-Zaun eingezäunt, den sich die Gemeinde von einem Schäfer geliehen hatte. „Das war eine Notlösung“, sagt der Bürgermeister.

Er erinnerte im Gespräch mit der HNA daran, dass der Friedhof vor rund 15 Jahren in der Dorferneuerung „auf Vordermann gebracht“ wurde. Da man damals die Befürchtung gehabt habe, er sei nicht groß genug, wurde die Fläche sogar noch vergrößert.

„Die Bestattungsformen haben sich mittlerweile aber geändert, heute haben wir vor allem Urnengräber“, sagte der Bürgermeister. „Die Frage ist deshalb, welche Fläche wir überhaupt noch brauchen. Und vielleicht müssen wir nicht das ganze Gelände einfrieden.“

Offen sei auch, in welcher Form der Friedhof „umzäunt“ werden soll. In den Ortsteilen Somplar und Neuludwigsdorf gibt es Stahlgitterzäune. Das sei natürlich auch eine Kostenfrage. Deshalb soll nun ein Planer einbezogen werden.

In der Parlamentssitzung erläuterte Revierförster Hans-Werner Iske, der im Gemeindevorstand sitzt, dass Rehwild heutzutage immer weniger Scheu habe, in der Öffentlichkeit aufzutreten. (jpa)

Quelle: HNA

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