Reithalle der Universität wird zum Kletter- und Bergsportzentrum

Marburg. Marburg soll eine Kletterhalle bekommen. Für 1,45 Millionen Euro will die Marburger Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) die alte Universitäts-Reithalle zum Kletter- und Bergsportzentrum umbauen.

„Auf jeden Fall sind wir sicher, dass die Halle ausgelastet sein wird“, sagt der Vorsitzende Armin Schwiderski. Die nächste Kletterhalle sei in Wetzlar und die sei am Rande ihrer Kapazitäten. „Die Betreiber freuen sich, dass wir in Marburg auch eine Halle bauen wollen“, sagt er. In Marburg gebe es nur kleine und überlaufene Anlagen, zum Beispiel bei der Universität.

Der Klettersport sei mehr als ein Trend. Inzwischen habe sich das Klettern als Breitensport etabliert, sagt Schwiderski. Auch im Schulunterricht und der Erlebnispädagogik habe das sportliche Höhenerlebnis inzwischen einen festen Platz. Der DAV sei von vielen Eltern angesprochen worden. Die Kinder- und Jugendkletterkurse des Marburger DAV seien „hoffnungslos überfüllt“, es gibt lange Wartelisten.

„Die Kletterer fahren nach Kassel, nach Gießen, wo es eine kleine Halle gibt, oder nach Wetzlar. Um an den Fels zu kommen, hat man von hier mindestens eine Stunde Fahrzeit“, sagt der Vorsitzende.

Dem will der DAV nun abhelfen. Mit Unterstützung der Stadt Marburg, die das Gesamtprojekt mit 600000 Euro fördern will, soll noch in diesem Jahr mit dem Umbau der Reithalle auf dem Waggonhallengelände begonnen werden. (ky)

Quelle: HNA

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