Auftaktveranstaltung zum Kulturherbst in der Region Burgwald-Ederbergland

Renate Fitzkes Verse vorn

Siegerehrung beim Limerick-Wettbewerb: (von links) Karlheinrich Naumann (Vorstand des Vereins Kulturherbst), Carmen Dörr (Wetter), Eva Golde i.V. für Renate Fitzke (Rosenthal), Liesel Faust (Gemünden), Anneliese Gade (Langendorf), Renate Boucsein (Hertingshausen). Fotos: Moniac

Burgwald. Einen Querschnitt durch die kulturelle Vielfalt in der Region Burgwald-Ederbergland bot die Auftaktveranstaltung zum sechsten Kulturherbst im Bürgerhaus Wohra.

Höhepunkt: Der Verein Kulturherbst hatte einen Limerick-Wettbewerb ausgeschrieben mit der Auflage, dass alle Gedichte in Platt verfasst sein müssten. Fünf Teilnehmerinnen hatten sich mit 17 Limericks beteiligt und verlasen unter Beifall und Gelächter des Publikums ihre Werke.

20 Besucher waren beauftragt worden, per Punktesystem ihre Bewertung abzugeben. Nach präziser Rechnung durch den Vereinsvorstand wurde das Ergebnis bekannt gegeben. Den ersten Platz errang Renate Fitzke aus Rosenthal. Der zweite Platz wurde zweimal vergeben, und zwar an Renate Boucsein aus Hertingshausen und an Anneliese Gade aus Langendorf. Der dritte Platz schließlich ging wiederum an Renate Fitzke. Alle Gewinnerinnen erhielten Buchpakete, die sich inhaltlich mit dem Burgwald beschäftigen.

Begonnen hatte die Veranstaltung mit einem Gottesdienst mit Prädikant Thomas Wöhl. Die musikalische Umrahmung übernahmen der Posaunenchor Wohra und der Prosecco-Chor Langendorf.

Karlheinrich Naumann vom Vorstand des Vereins Kulturherbst freute sich bei der Begrüßung der Gäste über das rege Interesse der Bevölkerung. Grußworte sprachen Peter Hartmann, Bürgermeister der Gemeinde Wohratal, Dr. Karsten McGovern, Erster Beigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Dr. Ursula Mothes-Wagner, stellvertretende Vorsitzende der Region Burgwald-Ederbergland, und Dr. Armin Feulner, Leiter des Burgwald-Touristservice.

Das kulturelle Programm begann mit der Volkstanz- und Trachtengruppe Halsdorf. Stefanie Klein hielt anschließend ein flammendes Plädoyer für das Fortbestehen des ländlichen Platt. „Wir müssen uns dieses wertvolle Erbe bewahren“, lautete ihr Fazit - natürlich in Halsdorfer Mundart.

Mit den zarten, melancholischen Klängen der Mandolinengruppe Schwalmstadt ging es weiter. Brigitte Michelbach, die Leiterin, erläuterte die Vielseitigkeit des Musizierens mit Zupfinstrumenten und erklärte Interessantes zur Historie der Mandoline.

Der Spinnstubensingkreis Wohra folgte mit Liedern zur Lebensfreude und zur Natur. Den Sängerinnen schloss sich der Gospelchor Halsdorf mit religiösen Dankesliedern an. Einen weiteren Liedbeitrag lieferte der Gesangverein Langendorf mit Stücken über die Liebe zur dörflichen Heimat.

Bis zur Abschlussveranstaltung am 14. November finden in vielen Orten der Region Burgwald-Ederbergland kulturelle Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art statt. Das Programm liegt in allen Rathäusern der Kommunen und in den Touristbüros des Burgwaldes und Ederberglandes aus. Artikel unten

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

Kommentare