Rengershäuser Minischafe liefern Wolle zum Spinnen

Grasen im Pfarrgarten: Ouessantschafe halten das Gras im Rengershäuser Pfarrgarten kurz. Jetzt haben Pfarrer Uwe Hesse und Michael Naglatzki, die gemeinsam die bedrohte Rasse züchten, erstmals Wolle, die alleine von diesen Schafen kommt, spinnen lassen. Foto: Faust

Rengershausen. Sie sind klein und vom Aussterben bedroht. Die Zwergschafe von der bretonischen Insel Ouessant werden nicht mal einen halben Meter hoch. Entsprechend spärlich ist der Woll-Ertrag.

Doch Uwe Hesse und Michael Naglatzki, die auf dem Archehof in Rengershausen die schwarzen Minitiere züchten, ist es nun zusammen mit der Hallenberger Spinnerei Dickel gelungen, reine Ouessantwolle herzustellen.

Bisher wurde die Wolle ihrer schwarzen Ouessantschafe mit der hellbeigen Wolle von Kärntner Brillenschafen, die ebenfalls auf dem Archehof gehalten werden, vermischt versponnen. So entstand ein grauer Farbton.

Im Sommer 2013 entschied sich die Spinnerei Dickel, die Wolle beider Rassen getrennt verspinnen zu lassen. Doch dafür wurde eine Mindestmenge von 20 Kilogramm Rohwolle von den kleinen Ouessantschafen gebraucht. Um diese Menge zu erhalten, war die Zulieferung von befreundeten Betrieben aus ganz Deutschland nötig. Anders hätte die anfallende Wolle des Betriebes über mehrere Jahre gesammelt werden müssen. Schließlich kam durch die Kooperation die Mindestmenge zusammen.

Angeboten wird die Wolle von den Rengershäuser Ouessant- und Brillenschafen im Frankenberger Wollstudio von Jutta Hofmeister in der Steingasse. Sie hat im Auftrag der Archehofbetreiber und weiterer Kunden die Wolle der letztjährigen gemischten Produktion schon zu Westen, Jacken und Pullovern verstrickt und schätzt deren Qualität sowie die Ingenieurleistung von Klaus Dickel bei der Herstellung.

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Von Gerd Faust

Quelle: HNA

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