Rennertehäuser Wehr soll Strom erzeugen

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Hier soll ein Wasserkraftwerk nach dem Prinzip Wasserkraftschnecken entstehen: (von links) Frank Hofmann, Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes, und die Beisitzer Gerhard Hofmann und Erich Krafthöfer am Rennertehäuser Wehr.

Rennertehausen. Das Rennertehäuser Wehr in der Eder wird seit mehr als 25 Jahren nicht mehr genutzt. Deshalb hat sich der Wasser- und Bodenverband Rennertehausen Gedanken über eine neue Nutzung gemacht. Ergebnis:

Die Wasserenergie, die heute Stunde um Stunde ungenutzt über die Wehrkrone strömt, könnte mit einer Wasserkraftschnecke zur Stromerzeugung genutzt werden. Der Boden- und Wasserverband hat dazu bereits zahlreiche Gespräche mit der Gemeinde Allendorf, der oberen Naturschutzbehörde Kassel und der oberen Fischereibehörde Kassel geführt und nach den Worten von Frank Hofmann grundsätzlich Grünes Licht erhalten.

Der Verband könne jedoch aus eigenen Mitteln keine solche Anlage bauen und sei auf Investoren angewiesen, sagte Hofmann. Nach Auskunft einer Herstellerfirma aus Nürnberg kostet eine solche Wasserkraftschnecke, abhängig von der Leistung der Anlage, inklusive Schaltanlage, Schieber, Rechen und Bauleistungen etwa 140.000 Euro.

Hinzu kommt noch der elektrische Anschluss zur Einspeisung des gewonnenen Stroms. Der Boden- und Wasserverband sucht private Investoren. Erste Gespräche hätten gezeigt, dass Interessenten vorhanden seien, sagte Hofmann der HNA. Es würden jedoch noch weitere Investoren gesucht. (wi)

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Quelle: HNA

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