Lauter Knall im Keller: Regal stand in Flammen – Starke Rauchentwicklung

Rentnerin auf Balkon gerettet

Löhlbach. In einem durch einen Kellerbrand völlig verrauchten Löhlbacher Haus hat die Feuerwehr eine Rentnerin auf den Balkon gerettet.

Im Keller eines Hauses im Gaernweg in Löhlbach war am Ostersonntag ein Regal in Brand geraten - aus welchem Grund, stand auch am Montag noch nicht fest. Ob es einen Zusammenhang zu der im selben Raum installierten Pelletheizung gibt, war nicht klar.

Den Angaben eines Polizeisprechers zufolge war der Hausbesitzer am Morgen gegen 8 Uhr von der Nachtschicht nach Hause gekommen. Bevor er sich schlafen legte, hörte er einen lauten Knall aus dem Keller und sah dort nach - besser gesagt: Er wollte nachsehen. Starke Rauchentwicklung verhinderte dies aber. Der Qualm zog durch das gesamte Gebäude und versperrte einer sich im Obergeschoss aufhaltenden älteren Frau den Fluchtweg nach unten.

Unter Atemschutz

Der Mann verständigte die Leitstelle, die die Feuerwehren aus Löhlbach und Haina sowie vorsichtshalber auch eine Rettungswagenbesatzung alarmierte. Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor - ein Trupp führte die Frau im Obergeschoss auf einen Balkon und betreute sie dort, bis das Treppenhaus entraucht war.

Zwei weitere Trupps gingen in den Keller vor. „Der eigentliche Brand war relativ schnell gelöscht“, sagte der Löhlbacher Wehrführer Wilfried Wilhelmi auf Anfrage. Die Kameraden hätten das brennende Regal mit einem Hohlstrahlrohr gelöscht.

Als Folge des Feuers sei noch eine Wasserleitung geplatzt, was einen Wasserschaden im Keller verursacht habe. Das Wasser hätten die Feuerwehrleute dann mit Nass-Saugern abgepumpt.

Andere Einsatzkräfte brachten laut Wilhelmi ein Hochleistungsgebläse in Stellung, um den Rauch aus dem Gebäude zu pressen. Die Einsatzleitung hatten die beiden stellvertretenden Hainaer Gemeindebrandinspektoren Bernd Klinge (Haina) und Benjamin Frank (Löhlbach) inne. Rund 25 Feuerwehrleute waren den Angaben zufolge bis etwa 11.30 Uhr im Einsatz. Zeitweise waren auch drei Wildunger Blauröcke an der Einsatzstelle tätig. Sie hatten ihre Wärmebildkamera bei der Absuche nach versteckten Glutnestern zur Verfügung gestellt.

Die Besatzung des Rettungswagens untersuchte die auf den Balkon gerettete Frau, sie musste aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Schadenshöhe beläuft sich nach Polizeiangaben von Montag auf rund 25 000 Euro. Ein Gutachter solle in den nächsten Tagen den Grund für das Feuer herausfinden. (nh/jun) www.112-magazin.de

Quelle: HNA

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