Rengershäuser Schwimmbad

Reparieren reicht nicht mehr aus

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Gerhard Mohnke ist der Vorsitzende vom Rengershäuser Schwimmbadverein. Der Verein trägt den Schwimmbad und braucht 50 000 Euro für Reparaturen. Einen Teil will Mohnke mit Spendenaktionen zusammenbekommen.Foto: Patricia Kutsch

Frankenberg-Rengershausen - Das Schwimmbad in Rengershausen ist 36 Jahre alt. Nicht nur kleine Schönheitsreparaturen, sondern aufwendige Sanierungen stehen dort langsam an. Gerhard Mohnke vom Trägerverein rechnet mit rund 50000 Euro Investitionskosten.

Das beheizte Freibad im Frankenberger Stadtteil ist so langsam in die Jahre gekommen. 2008 hat der Schwimmbadverein die Trägerschaft für die Anlage übernommen. „Mit kleinen Reparaturen haben wir nach und nach viele Schäden ausgebessert“, sagt der Vorsitzende des Trägervereins Gerhard Mohnke. „Jetzt ist aber der Punkt erreicht, an dem wir nicht mehr flicken können, sondern erneuern müssen.“ Und es stehen gleich drei größere Investitionen an.

Der Schwerpunkt liegt im Schwimmbecken selbst: Die Folie im Becken ist porös geworden und muss ausgetauscht werden. Von insgesamt 450 Quadratmetern Folie ist die Rede – mit Einbau koste dies laut Mohnke rund 25.000 Euro.

Mindestens genauso wichtig seien auch die Filter. Die sind genauso alt wie das Bad und müssen nach Auskunft des Vorsitzenden dringen ausgetauscht werden. „Wir können gebrauchte Filter von einem geschlossenen Bad kaufen“, sagt Mohnke. Die müssen allerdings ausgebaut, transportiert und wieder eingebaut werden. „Da sind sicher einige Umbauten nötig, denn die beiden neuen Filter sind etwas schmaler, aber auch höher als die bisherigen.“ Mohnke rechnet mit 10.000 bis 15.000 Euro, die der Verein ausgeben muss, bis die neuen, gebrauchten Filter in Rengershausen ihren Dienst tun können.

Nicht genauso dringend aber gewissermaßen das Sahnehäubchen wäre für Mohnke eine Solarheizung. „Wir heizen das Wasser für unsere Gäste noch mit einer Ölheizung.“ Weil in diesem Sommer die Nächte so kühl waren, habe der Verein 5.000 Liter mehr Heizöl gebraucht als sonst. Vor allem bei den derzeitigen Preisen eine große Belastung für den Etat. „Zur Unterstützung der Ölheizung würden wir gerne eine Solarheizung bauen.“ Die solle auf das Häuschen des Freibads. Im Prinzip sind es mit Wasser gefüllte Schläuche, die auf das Dach kommen und von der Sonne erwärmt werden. Fällt die Wassertemperatur im Becken unter 24 Grad Celsius, werde es mit diesem sonnengeheizten Wasser aufgewärmt. Reicht das Wasser aus der Solaranlage nicht, werde erst die Ölheizung zugeschaltet – an sonnigen Tagen würde man sie gar nicht brauchen. Auch hierfür rechnet Mohnke mit 10.000 bis 15.000 Euro Investitionskosten.

„Am liebsten würden wir alles schon vor der neuen Freibadsaison im nächsten Jahr umsetzen“, sagt der Vorsitzende. Das komme nicht nur darauf an, wie die Arbeiten voranschreiten, sondern vor allem ist es eine Frage des Geldes. „Wir haben schon ein bisschen was auf die Seite gepackt, aber das ist bei weitem nicht ausreichend“, sagt Mohnke. In den vergangenen Wochen habe der Verein Firmen angeschrieben, zu denen geschäftliche Kontakte bestehen. „Wir haben unsere Situation geschildert und freundlich um Spenden gebeten.“ Erste Firmenspenden seien schon eingetroffen, andere hätten zugesagt. „Das sind nach so kurzer Zeit erfreuliche Reaktionen.“

Aber der Trägerverein setzt nicht nur auch Firmen, sondern auch auf die Badegäste, die Freunde des Freibads: Er hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen – und dafür auch eine Verlosung mit attraktiven Preisen organisiert. Jeder, der mindestens fünf Euro auf das Spendenkonto des Vereins überweist und auf der Überweisung Name und Anschrift hinterlässt, wandert automatisch in den Lostopf. Beim Drachenfest am 7. Oktober auf dem Freibadgelände werden die Gewinner ausgelost. Es gibt unter anderem ein Spanferkel und einen Wellness-Aufenthalt zu gewinnen. Jeder hundertste Spender bekommt zudem in der Freibadsaison 2013 freien Eintritt.

„Wir sind guter Dinge, dass wir das Geld zusammenbekommen.“ Mohnke verlässt sich auf die Unterstützung der Freibad-Freunde und Firmen.

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