Aufnahmefeier an der Edertalschule

„Respekt ist okay, Angst ist unnötig“

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Zur Begrüßung bekamen die Schüler von ihren Klassenlehrern Schülerplaner geschenkt.

Frankenberg - Nervös waren die neuen Fünftklässler der Edertalschule am gestrigen Dienstag. Verständlich, immerhin kommt nun ein neuer Lebensabschnitt auf die Kinder zu.

Der Schulleiter der Edertalschule, Stefan Hermes, begrüßte am Dienstag „die 137 Ehrengäste des Morgens“. Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a bis 5e begann der erste Schultag am Frankenberger Gymnasium mit einer Feierstunde in der Kulturhalle.

Begrüßt wurden Gäste von der Orchesterklasse 6e unter der Leitung von Martin J. Fischer, vom Unterstufenchor unter der Leitung von Gertrud Will und vom Jugendsinfonieorchester der Edertalschule unter der Leitung von Markus Wagener, was zumindest einigen der nervösen Kinder und Eltern half, die Aufregung etwas zu drosseln.

„Ihr habt jetzt die erste Etappe eurer Schulzeit hinter euch und vor vier Jahren bekam jeder von euch eine Schultüte“, sagte Stefan Hermes bei seiner Ansprache. „Mit der Schultüte verhält es sich wie mit eurem Start hier. Erinnert ihr euch daran, wie es war, in die Tüte hineinzugreifen? Man ahnt, was man bekommt, und doch weiß man es nicht.“ Einen treffenderen Vergleich konnte Stefan Hermes kaum machen und beruhigte so manches der unsicheren Kinder: „Respekt ist okay, Angst in unnötig“ - Er sicherte den Kindern zu, dass sie ihren Weg finden und dass ihnen jede erdenkliche Hilfe zukommen wird: „Zusammen schaffen wir das“.

„Nutzt die Zeit“

Die Elternbeiratsvorsitzende Pamela Bossert begrüßte die Fünftklässler und ihre Familien mit den Worten: „Gerade haben wir noch die Abiturienten verabschiedet, jetzt seid ihr da, und ihr werdet staunen, was euch alles erwartet. Nutzt die Zeit und macht das beste daraus“. Mit einem chinesischen Sprichwort erntete Bossert zustimmendes Nicken, vor allem bei den Eltern: „Wer am Anfang wenig tut, hat es schwer. Wer am Anfang viel tut, hat es leicht!“

Und dann kam der Moment, dem alle entgegenfieberten: Stefan Hermes stelle die Klassenlehrer vor, bevor er die Schüler namentlich aufrief und persönlich begrüßte. Von ihren Klassenlehrern Alexander Flake, Andrea Schöne, Katharina Andress, Martina Knack und Marco Nezi wurden die Kinder ebenfalls begrüßt und erhielten einen Schülerplaner.

Der eigentliche Höhepunkt war in jedem Jahr der Moment, in dem das Jugendsinfonieorchester die Schulhymne „Pomp and Circumstance“ anstimmte und alle neuen fünften Klassen einmal durch die Kulturhalle schreiteten, um sie - und auch die Eltern - in Richtung der neuen Klassenräume zu verlassen. Der anrührende Augenblick trieb einigen der Eltern Tränen in die Augen, die einst selber genauso ihren Weg ins Gymnasium begannen und jetzt ihren Kindern dabei zuschauten. Und dramaturgisch konnte es kaum besser laufen: Mit dem letzten Ton der Schulhymne fiel die Tür hinter dem letzten Schüler zu.(dwa)

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