Restaurantbesitzer hinterging seine Angestellten

Frankenberger Land. Wegen eines Wirtschaftsdeliktes ist ein 43-Jähriger zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden. Auch musste er sich in einem Stalking-Fall verantworten.

Der Angeklagte hatte am 1. Januar 2012 das Restaurant als Geschäftsführer übernommen, wo er zuvor als Koch angestellt gewesen war. In der Zeit von Juli bis Dezember 2012 soll er keine Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung für seine Angestellten gezahlt haben, lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. So sei ein Schaden in Höhe von 4458 Euro entstanden. Das war der Betrag, den der Arbeitgeber für seine Angestellten nicht abgeführt hatte.

Der Angeklagte reagierte auf die Frage von Richterin Andrea Hülshorst, was er dazu zu sagen habe, mit: „Ich habe mich übernommen. Das war einfach dumm von mir.“ Die Richterin warf ihm vor, dass er keinen Berater hinzugezogen habe, „denn ein Koch hat nicht automatisch betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorzuweisen“. Sie merkte in diesem Zusammenhang auch an, dass sich der Angeklagte auch mit den beteiligten Krankenkassen hätte in Verbindung setzen müssen.

Der Anwalt des Angeklagten brachte ein, sein Mandant habe sich bemüht, mit dem Weihnachtsgeschäft Geld reinzuholen. Das sei ihm jedoch nicht gelungen. Ab dem 31. Dezember habe er das Restaurant abgegeben, derzeit laufe ein Privatinsolvenzverfahren.

Die Richterin betonte in ihrer abschließenden Begründung, der Angeklagte sei „sehenden Auges in diese Sache reingerutscht“. Weil er sein Fehlverhalten zugab, sei das Strafmaß im unteren Drittel angesetzt. (ali)

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Quelle: HNA

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