Allendorfer für eine Verbundschule und Oberstufe an der Gesamtschule Battenberg

Rettung für Hauptschul-Zweig?

Die Schule am Goldberg in Allendorf: Der Hauptschulzweig ist in seinem Bestand bedroht, weil immer weniger Schüler diesen Zweig besuchen. Foto: Hoffmeister

Allendorf-Eder. Aus Allendorfer Sicht durchschlägt dieser Vorschlag einen gordischen Knoten: In einer Stellungnahme zum Entwurf des neuen Schulentwicklungsplanes spricht sich die Gemeindevertretung für die Schaffung einer gymnasialen Oberstufe an der Gesamtschule Battenberg aus.

Den gefährdeten Hauptschul-Zweig an der Allendorfer Schule am Goldberg will man durch Bildung einer Verbundschule retten: Gemeinsam mit der Gesamschule Battenberg sollen nach diesem Vorschlag vier Hauptschul-Klassen gebildet werden, von denen zwei, eher berufsorientiert, in Allendorf angesiedelt werden könnten.

Diesem Vorschlag sind sowohl der Haupt- und Finanzausschuss als auch die Gemeindevertretung einstimmig gefolgt. Entscheiden muss allerdings der Kreistag. Und dieser ist nicht verpflichtet, die Stellungnahme des Gemeindeparlaments zu berücksichtigen.

„Der Hauptschulzweig wird früher oder später nicht mehr existieren“, sagte Bürgermeister Claus Junghenn. Derzeit werden nach Informationen der HNA noch 18 Hauptschüler in einer „Kombiklasse“ für die Jahrgangsstufe 7 bis 9 gemeinsam unterrichtet. Insgesamt besuchen 280 Kinder die Schule am Goldberg. Diese „lebt“ also von ihren Grundschulklassen.

Wenn der Landkreis dem Allendorfer Vorschlag folge, wäre dies nach Ansicht von Bürgermeister Junghenn „eine Aufwertung des Ederberglandes“.

Bisher sei es so, dass viele Eltern ihre Kinder schon ab der 5. Klasse zum Gymnasium nach Frankenberg schickten, um potenziellen Gymnasiasten einen zweimaligen Schulwechsel zu ersparen. An der Gesamtschule Battenberg gibt es einen Gymnasialzweig, jedoch bisher keine gymnasiale Oberstufe.

„Ich habe mich bemüht, dass es mit der Hauptschule in Allendorf weitergeht“, sagte Erhard Pauli (FDP) im Gemeindeparlament. Hauptschüler seien „keine schlechten Schüler, sie bedürfen nur einer anderen Betreuung.“ „Man sollte an eine Anbindung an die nahe gelegene Industrie achten“, fügte Pauli hinzu.

„Wir danken dir, dass du dich so eingesetzt hast“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Hofmann nicht ohne Ironie. „Beteiligt waren aber sich auch noch ein paar andere Leute.“ Battenbergs Bürgermeister Horsel sieht die Allendorfer Vorschlägen skeptisch. Diese gefährdeten „unsere gut funktionierende Gesamtschule“, so Horsel. (off)

Quelle: HNA

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