Tag der Ausbildung am 17. Juli in der Ederberglandhalle

Der Weg zum richtigen Beruf

+
Sie laden zum 16. Tag der Ausbildung in Frankenberg ein (von links): Hans-Peter Marks, Georg Glade, Bernd Wilke, Frauke Syring sowie von der Ortenbergschule Konrektor Marcel Himmelmann und Schulleiterin Cornelia Schönbrodt.Foto: Treude

Frankenberg - Die Wahl der Ausbildung oder des Studiengangs kann den weiteren Weg junger Menschen entscheidend prägen. Hilfe bei der schwierigen Entscheidung soll der 16. Tag der Ausbildung und des dualen Studiums bieten.

Ob Fleischer, Polizist, Bankkaufmann oder Zerspanungsmechaniker - die Spannbreite an Ausbildungsmöglichkeiten in Waldeck-Frankenberg ist groß. Um einen Überblick über das Angebot zu ermöglichen, findet am Donnerstag, 17. Juli, von 14 bis 18 Uhr der 16. Tag der Ausbildung und des dualen Studiums statt. In der Ederberglandhalle werden mehr als 60 Aussteller vertreten sein - so viele wie noch nie. Veranstalter sind der Verband der Metall- und Elektrounternehmen in Nordhessen, die Ortenbergschule, Viessmann und die Kreishandwerker-schaft Waldeck-Frankenberg.

„Messe hat sich etabliert“

Dass sich so viele Unternehmen an der Messe beteiligen, sieht Bernd Wilke, operativer Bereichsleiter der Korbacher Agentur für Arbeit, als Zeichen für einen Trend. „Die Resonanz zeigt, dass es immer schwieriger wird, Fachkräfte zu finden - vor allem für kleinere Betriebe.“ So gebe es derzeit noch 450 freie Ausbildungsstellen im Landkreis, etwa 100 davon im Frankenberger Raum. Ein Grund dafür sei auch die sinkende Zahl an Schulabgängern. Im Vorfeld des Ausbildungstags wurden 750 Einladungen im Frankenberger Land verschickt - an Eltern und ihre Kinder, die im nächsten Jahr den Schulabschluss anstreben.

Frauke Syring, Pressereferentin des nordhessischen Verbandes der Metall- und Elektrounternehmen, bezeichnet den Tag der Ausbildung als kleine Erfolgsgeschichte: „Wir freuen uns, dass sich die Messe etabliert hat.“ Im Infomobil können Interessierte an Terminals Wissenswertes über 80 Metall- und Elektroberufe erfahren. Einblick in den Beruf des Zerspanungsmechanikers gibt es live vor Ort. Zudem wird ein Online-Eignungstest angeboten. „Wir leben von Innovationen und von kreativen Ideen der Azubis“, wirbt Syring.

Ähnlich sieht das Georg Glade, Leiter Personalentwicklung und Ausbildung bei Viessmann in Allendorf. „Es ist für die Schüler enorm wichtig, sich über die Angebote in der Region zu informieren“, sagt er. Viessmann zum Beispiel würde in diesem Jahr über 90 Ausbildungsplätze in 15 verschiedenen Berufen anbieten - doch gebe es Jobs und Studiengänge, die bei den jungen Menschen weniger bekannt seien. In diesen Bereichen würden sich Perspektiven für Schüler mit einem niedrigeren Schulabschluss bieten - mit der Chance auf Weiterbildung. „Es gibt vielfältige und gute Möglichkeiten“, erklärt Glade, die Schüler und Eltern müssten die Angebote nur kennen. Um Kontakte zu knüpfen und sich ein authentisches Bild von Berufen zu machen, biete der Tag der Ausbildung hervorragende Möglichkeiten. Am Stand von Viessmann werden so zum Beispiel die aktuellen Azubis selbst ihre Berufe vorstellen.

Die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg präsentiert sich an zehn Info-Tischen. Zusätzlich gibt es dort einen Bewerbungscheck. Schüler können ihre Bewerbung mitbringen und diese auf Positives und Negatives untersuchen lassen. Für Hans-Peter Marks ist es wichtig, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern zum Tag der Ausbildung kommen - denn Vater und Mutter würden bei der Berufswahl immer eine entscheidende Rolle spielen.

Die Schüler der Ortenbergschule werden am kommenden Donnerstag auf jeden Fall in der Ederberglandhalle anwesend sein. Für die Haupt- und Realschüler ist die Veranstaltung Teil des Berufsorientierungskonzeptes der Schule.

Von Tobias Treude

Kommentare