Frankenau

„Ring“ geht an Sportschützin Ronja

- Frankenau-Allendorf (apa). Ronja Jäger hat die Ruhe weg – und das kommt ihr beim Anvisieren und Schießen besonders zu Gute. Die 13-Jährige hat Erfolg in ihrem Hobby. Als erste Schützin der Stadt hat sie an Deutschen Meisterschaften teilgenommen.

Bürgermeister Björn Brede hat der 13-Jährigen gestern den „Frankenauer Ring“ überreicht – einen Preis der Stadt, der jedes Jahre an einen Bürger geht, der sich besonders um seine Heimat verdient gemacht oder sie in besonderer Form repräsentiert hat. Im vergangenen Jahr nahm Christian Durstewitz den Wanderpreis entgegen, nun darf Ronja den Frankenauer Ring ein Jahr lang behalten.

Ronja bekommt den Preis für ihre Erfolge als Sportlerin: Sie hat den Schützenverein Allendorf/Hardtberg und den Schützenkreis bei einer Deutschen Meisterschaft mit der Disziplin Luftgewehr Kleinkaliber stehend vertreten. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte war ein Schütze aus Frankenau auf Bundesebene angetreten.

Sie kam zum Verein, weil ihre beste Freundin Lena die Tochter von Trainerin Elvira Heinrichs ist. „Und weil meine Freunde dahin gegangen sind, habe ich es auch probiert“, erzählt die junge Preisträgerin. Der Allendorfer Verein ist bekannt für seine gute Jugendarbeit und die zahlreichen Zusatzangebote neben dem Schießsport. Beim Schießen kommt es vor allem darauf an, Ruhe zu bewahren und sich zu konzentrieren – und darin ist Ronja richtig gut.

Das sagt nicht nur Elvira Heinrichs, sondern auch Ronjas Mutter Angela Rückemann: „Sie kann einfach supergut die Ruhe bewahren. Und das kommt ihr im Schießsport zu Gute.“ Weil Ronja schnell Talent zeigte, bekam sie eine Ausnahmegenehmigung und durfte bereits mit elf Jahren freistehend schießen. Das heißt, sie hält das Luftgewehr aus eigener Kraft, ohne es aufzulegen. Lediglich die spezielle Kleidung gibt ihr zusätzliche Stabilität. Jeden Dienstagabend trainiert sie im Schießstand im Gasthaus Neuschäfer.

Bei der Meisterschaft in München am 28. August erlebte Ronja ihren Sport von einer ganz anderen Seite: Statt wie gewohnt acht Schießstände gab es 50 auf der linken Seite und weitere 50 auf der rechten Seite der Halle. „Und in der Mitte standen 300 Leute und haben gequatscht“, beschreibt Elvira Heinrichs die Atmosphäre. Ronja schoss 178 Ringe und belegte damit den 157. Platz von 180 Teilnehmern.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 3. Dezember.

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