Frankenberg

„Ritter“ hinterlassen jede Menge Unrat

- Frankenberg (jos). Nach dem „Mittelalterlichen Spectaculum“ gleicht der Burgberg noch mehrere Tage lang einem Schlachtfeld: Wo am Wochenende „Ritter“ ihre Kämpfe austrugen und allerlei Mittelalterliches feilgeboten wurde, sieht es Tage später immer noch aus wie auf einem Schlachtfeld. Bis Freitag Abend soll der Burgberg endlich wieder aufgeräumt sein.

Dieses Prinzip lernen Menschen der Neuzeit schon im Kindergarten: Wer für Unordnung sorgt, der räumt hinterher auch wieder auf. Die Organisatoren des „Mittelalterlichen Spectaculums“ auf dem Frankenberger Burgberg haben es damit offenbar nicht so genau genommen – bis Donnerstag Vormittag glich der eigentlich so herrlich-schöne Platz im Schatten der Liebfrauenkirche einem Schlachtfeld. Allerlei neuzeitlicher Müll der mittelalterlichen Veranstaltung stapelte sich gleich neben dem Zugang zum Burgberg vom Obermarkt aus in Plastiksäcken und Kisten. An einem Baum am Rande des Platzes zog ein Haufen mit Zigaretten-Stummeln und den verkohlten Resten eines Lagerfeuers die Blicke der Spaziergänger auf sich. Der geschotterte Gehweg war in Teilen mit Stroh überdeckt. Und auch um die Entsorgung der Pferde-Äpfel wurde sich nicht gekümmert – ebenso wenig wie um die nicht gerade appetitlichen Brot-Reste, die auf dem Platz verteilt herum lagen. Durch die Grasflächen zogen sich tiefe Furchen, verursacht von schweren Anhängern oder Traktoren. Wer ist verantwortlich? Diejenigen, die den Müll verursacht haben, erklärte Bürgermeister Christian Engelhardt am Mittwochabend auf WLZ-FZ-Nachfrage. Da erst am Dienstag die letzten Stände und das Messezelt auf dem Obermarkt abgebaut wurden, sei mit dem Veranstalter abgesprochen worden, dass der Burgberg „zeitnah“ aufgeräumt ist, teilte der Rathauschef mit. „Zeitnah“ – das bedeute in diesem Zusammenhang bis zum Wochenende. Und unter Aufräumen sei auch zu verstehen, dass die Schäden, die an den Wegen und der Grasfläche entstanden sind, behoben werden. „Das war alles schon im Vorfeld zwischen Veranstalter und Stadt abgeklärt“, betonte Engelhardt. Die Stadt unterstützte die Veranstaltung organisatorisch, verantwortlich war allerdings eine Firma aus Marburg, die parallel zu dem Ritter-Spektakel eine kleine Energie-Messe anbot.

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