Frankenberg

Ritterkämpfe und alternative Energien

- Frankenberg (apa). Die Marburger Energieberatungsgesellschaft veranstaltet ein „Mittelalterliches Spectaculum“ auf dem Burgberg. Ausstellungen über die Energie vom 9. Jahrhundert bis heute und die aktuellen Möglichkeiten, regenerative Energien zu nutzen, stehen vom 10. bis 12. September dem düsteren Mittelalter gegenüber.

Ein mittelalterliches Spectaculum mit Markt, Schaukämpfen, Turnier und Programm soll als Besuchermagnet für eine Energiemesse dienen: Zum ersten Mal kombiniert die Energieberatungsgesellschaft aus Marburg diese beiden Komponenten zu einer Veranstaltung. Weil es in Frankenberg bereits Ausstellungen zum Thema Energie mit heimischen Anbietern gab – darunter die Messe „Bauen und Wohnen“ – hatte die Stadt kein Interesse an einer reinen Energie-Ausstellung des Marburger Unternehmens. Als Kombination mit einem Mittelalterlichen Spectaculum allerdings werde den Frankenberger Bürgern etwas Besonderes geboten, begründete Bürgermeister Christian Engelhardt warum die Stadt die Veranstaltung organisatorisch unterstützt. „Zeitstraße“ ab Burgberg Peter Held, der Vater des Geschäftsführers der Energieberatungsgesellschaft, kündigte eine „Zeitstraße“ vom Burgberg bis zum Rathaus an: Die Gesellschaft wird auf zwölf 3,40 mal 1,70 Meter großen Tafeln die Entwicklung der nutzbaren Energie vom 9. Jahrhundert bis in die heutige Zeit darstellen. Außerdem werden in der Rathausschirn die Wanderausstellungen mit den Themen Solarthermie und Heizen mit Erdwärme des Landes Hessen gezeigt. In einem Gewerbezelt vor dem Rathaus präsentieren sich heimische Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Energie anbieten. Am Freitag, 10. September, wird die Energie-Ausstellung um 10 Uhr eröffnet. Der Zutritt zu diesen Angeboten ist frei, während für den parallel stattfindenden Mittelaltermarkt ein Eintritt in Höhe von 5 Euro erhoben wird. Das Spectaculum wird am Freitagabend um 18 Uhr eröffnet. Dort soll es über das Wochenende verteilt einiges zu sehen und zu erleben geben, kündigt Andreas Meye (Haina) von der Agentur an, die sich um die Gruppen und Aussteller für das Spectaculum kümmert. Gaukler, Spielleute, Handwerker, Ritter und Scharlatane werden zwischen Burgberg und Obermarkt in historischer Gewandung ihre Künste zeigen und auf dem Burgberg ihre Lager aufschlagen. Ein Ritterturnier mit Pferden und Lanzen gehört ebenso zum Programm wie Schwertkämpfe, eine Gerichtsverhandlung und die Verwendung der Schandgeige und eines Käfigs. „Wir wollen schließlich auch die düsteren Seiten des Mittelalters zeigen“, erläutert Meye. Auf dem Burgberg wird eine Bühne aufgebaut. Auch der Rahmen des Marktes soll authentisch sein: Essen und Getränke werden in Holz- und Tongeschirr serviert, Plastik und Pappe sind von den Marktständen verbannt. Auch auf Strom verzichten die Darsteller, so dass am Abend mit Kerzen, Fackeln und Laternen eine ganz besondere Atmosphäre entsteht. „Außerdem haben wir die Kirche ganz bewusst einbezogen“, betont Meye. Am Sonntag ab 10.30 Uhr soll ein ganz besonderer Gottesdienst stattfinden, in dem auch Ritter anwesend sind. „Das wird etwas ganz Besonderes“, kündigte Pfarrer Horst Schiffner an. Die Kirchengemeinde bereitet für das Wochenende ebenfalls ein Programm vor: Am Samstag und Sonntag finden im stündlichen Rhythmus verscheidene Angebote für Kinder und Familie im Chorraum der Liebfrauenkirche statt: Biblische Geschichten, kleine Spielszenen, Bastelangebote oder Stilleübungen und gemeinsames Singen sollen das Programm des Marktes bereichern. Bei der Planung werde darauf geachtet, dass die Angebote des Marktes und in der Kirche sich nicht überschneiden, sagte Schiffner. Eingebunden werden sollen auch die Frankenberger Schulen.

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